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Trotz Finanzkrise behauptet

Von: Ottmar Hansen
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Düren. Die weltweite Finanzkrise ist im vergangenen Jahr auch an der Sparkasse Düren nicht spurlos vorüber gegangen.

Die verunsicherten Kunden legten zumindest weniger bei risikoreicheren Wertpapieren an, außerdem verschob so mancher Unternehmer geplante Investitionen und den damit verbundenen Kredit.

Auch der Zusammenbruch der West LB und die Haftung der Sparkassen geht nicht spurlos an dem Kreisdürener Institut vorüber. Unter dem Strich ist die Sparkassenführung jedoch mit dem abgelaufenen Jahr halbwegs zufrieden. Auf „drei bis vier” bezifferte Vorstandsvorsitzender Adolf Terfloth am Mittwoch die Schulnote der Sparkasse für 2009.

Der Einlagenbestand der Sparkasse betrug Ende des Jahres 2,419 Milliarden Euro (95 Millionen weniger als 2008). Bei risikoarmen Spareinlagen konnte ein Zuwachs um 283 Millionen Euro verzeichnet werden. 51 Millionen Euro zahlte die Sparkasse im vergangenen Jahr an Zinsen aus. Bei 26.000 Wertpapierdepots verzeichnete die Sparkasse einen Umsatz von 426 Millionen Euro. Das Kreditvolumen betrug 2,373 Milliarden Euro. 4400 Kredite mit einem Volumen von 471 Millionen Euro wurden 2008 neu abgeschlossen. Diese Zahlen beweisen: Von einer Kreditklemme kann bei der Sparkasse Düren keine Rede sein.

Vier Millionen Euro lieh die Sparkasse ihren Kunden für den Autokauf, 141 Millionen Euro für den Wohnungsbau. Ein Zeichen für die Krise war auch: Von den 151 Millionen Euro eingeräumten Dispo-Krediten fürs Konto nahmen die Kunden nur 22 Millionen Euro in Anspruch. Die Kommunaldarlehen beliefen sich auf 340 Millionen Euro.

Mehr als 15.000 Beratungsgespräche führten die Mitarbeiter, um Kunden beim Bausparen oder der Riester-Rente zu beraten. Aber immer mehr Menschen nutzen das Internet für ihre Bankgeschäfte: 42.400 Konten führten die Kunden online (+9,3 Prozent) mit 2,8 Millionen Transaktionen. An den 69 Geldautomaten wurden mehr als 500 Millionen Euro ausgezahlt. Das Eigenkapital der Sparkasse wuchs um 20 Millionen auf 187 Millionen Euro. Doch werden die finanzschwachen Anteilseigner Stadt und Kreis Düren kaum über diesen Betrag verfügen können. „Disponibel sind höchstens 2,6 bis 2,8 Millionen Euro”, versicherte Terfloth. „Wir müssen unsere Leistungsfähigkeit erhalten”, verwies Vorstandsmitglied Professor Dr. Herbert Schmidt auf mögliche Millionenzahlungen an die West LB.
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