Trotz Evivo-Pleite: Der Abstieg ist unmöglich

Von: Guido Jansen
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Tiefer Frust: Merten Krüger und Christian Fromm nach dem 1:3.

Düren. Das Spiel war richtungsweisend. Und die Richtung ist jetzt klar erkennbar. Für den Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren geht es nicht mehr bergauf.

Die obere Tabellenhälfte, die die Mannschaft nach zuletzt ansteigender Formkurve anpeilen wollte, ist derzeit weit weg. Die Bilanz lässt sich nach dem 1:3 zu Hause gegen den Vorletzten CV Mitteldeutschland nicht mehr schön reden. Vier Siege, acht Niederlagen - die Mannschaft erfüllt dieser Tage ihren eigenen Anspruch nicht.

Platz acht heißt die Realität. Und mehr als Platz sieben ist mittelfristig nicht realisierbar. Würden jetzt die Playoffs anfangen - Evivo träfe auf den ungeschlagenen Tabellenführer Generali Haching.

Die neue Mannschaft des ehemaligen Dürener Top-Angreifers Christian Dünnes rollt derzeit gnadenlos durch die Liga. Würde Düren noch auf Rang sieben klettern, dann hieße der Gegner VfB Friedrichshafen, seines Zeichens Serienmeister. Düren wäre - Stand jetzt - ohne Chance.

Genau die gerade angesprochenen Mannschaften Haching und der VfB sind die nächsten zwei Gegner in der Bundesliga. Dass Evivo in der Tabelle noch tiefer und damit aus dem Playoff-Rängen rutscht, ist sehr wahrscheinlich.

Das Evivo-Team muss in dieser Saison eine bittere Pille nach der nächsten schlucken. Gegen Mitteldeutschland musste Abwehrchef Fabian Kohl verletzungsbedingt passen. Für das Teamgefüge war das ein großer Rückschlag. „Es gibt zwei, drei Spieler, auf die wir nicht verzichten können”, sagt Trainer Söhnke Hinz. „Fabian gehört dazu.”

Evivo brauchte zwei Sätze, um sich zurecht zu finden. In diesen zwei Sätzen haben die Mitteldeutschen um den ehemaligen Dürener Spielmacher Sebastian Kühner die Verunsicherung auf der anderen Feldseite gnadenlos genutzt. 19:25, 18:25, 25:13, 25:27 hat Evivo verloren. „Die Liga ist nun mal so ausgeglichen, dass du den Ausfall von wichtigen Spielern nicht verkraften kannst”, so Hinz.

Routinier Stefan Hübner fehlt schon seit Oktober. Bei der Heimniederlage gegen Bühl war Hauptangreifer Matthias Böhme nicht dabei. Das macht zwei Spiele, die Düren knapp verloren hat, auch weil Evivo den Ausfall nicht kompensieren konnte. Andersherum gesagt: Düren hat nicht die Qualität, mit solchen Problemen umzugehen. Das geht anderen Teams nicht anders.

Allerdings wird Düren auf eine noch härtere Probe gestellt. Stammspieler Tim Elsner hat sich am Ende des Mitteldeutschland-Spiels verletzt und wird heute am Mensikus operiert und fällt mindestens vier Wochen aus. Die einzig positive Nachricht: Fabian Kohl fällt vermutlich nicht zu lange aus.

Jetzt muss die volle Konzentration dem Erreichen der Playoffs gelten - egal auf welchem Rang. Absteigen kann Düren nicht. Bottrop ist zu weit abgeschlagen. Vom ursprünglichen Anspruch Halbfinale kann derzeit aber keine Rede mehr sein.
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