Düren - „Transzendenzen“ : Kreative Wilderei in verschiedenen Kulturen

„Transzendenzen“ : Kreative Wilderei in verschiedenen Kulturen

Von: heb
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Die Künstlerin Jutta Gigler (Mitte) mit Pfarrer von Danwitz und Tanja Bürger vom Dürener Künstler-Stammtisch in der Marienkirche. Foto: Hendrik Buch

Düren. Transzendenz, das sei die Wirklichkeitssuche zwischen den Grenzen vorhandener und gedachter Welt. So erklärte die Kunsthistorikerin Ilona Losek das Thema von Jutta Giglers Ausstellung, die am Samstag in der Marienkirche am Hoeschplatz eröffnet wurde.

Als sie die Bilder des zwölfteiligen Zyklus das erste Mal gesehen habe, sei ihr erster Kommentar gewesen: „Du wilderst ja wirklich in allen Kulturen.“

Diesen Beitrag versteht die Kunsthistorikerin natürlich nur im besten Sinne, denn Wahrheitssuche müsse zwangsläufig kulturelle Grenzen überschreiten. So wie es auch in der Weltgeschichte verschiedene Erklärungsmuster zwischen Magie, Wissenschaft und Religion gegeben habe. Den religiösen Begriff der Transzendenz erklärte Pfarrer Hans-Otto von Danwitz in seiner Begrüßung. Mit dem Gleichnis von der Brotvermehrung veranschaulichte er die Vorstellung der schwindenden Grenzen zwischen Himmel und Erde.

Zwölf großformatige Bilder

Im Zyklus der Dürener Künstlerin ist die religiöse Erklärung nur ein Aspekt. Während der Multi-Instrumentalist Lukas Matzerath die Vernissage mit experimentellen Improvisationen bereicherte, erklärte die Künstlerin im Dialog mit Ilona Losek in einem Rundgang die einzelnen Werke. In ihren über zwei Quadratmeter großen Acrylbildern auf Leinwand, greift die Künstlerin die verschiedenen Kulturen im Spiel mit Formen, Symbolen und Schriftzügen auf. Teilweise sind dafür Assemblage- und Collage-Elemente in die Kunstwerke eingearbeitet. Die Transzendenzen spiegeln sich im Zyklus der zwölf Werke wider.

Zu sehen ist die Ausstellung in der Marienkirche bis zum 26. September jeweils samstags und sonntags von 12.30 bis 16 Uhr sowie nach Absprache. Während der „Nacht der offenen Kirchen“ am morgigen Freitag, 5. September, werden die Bilder illuminiert sowie durch die Klangkünstlerin Theresia Binder und den Organisten Bernd Schmidt musikalisch inszeniert.

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