Traktoren-Treff versinkt in Schlamm und Regen

Von: Julian Loevenich
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130 Anmeldungen weniger als im
130 Anmeldungen weniger als im Vorjahr und eine Wiese, die den Namen nicht verdient: Die miserable Witterung machte dem Arbeitskreis in Großhau einen Strich durch die Rechnung. Foto: Julian Loevenich

Großhau. Grauer Himmel, Regen, Temperaturen knapp über 15 Grad, zentimetertiefer Matsch - und das im Hochsommer. Helmut Steinbrecher vom „Arbeitskreis Alte Schule Großhau” ist enttäuscht.

Ein wenig fassunglos schaut er aus dem von Wassertropfenlinien durchzogenen Fenster hinaus aufs Feld. Seit dem Morgen prasselt an diesem Sonntagnachmittag nun schon Regen runter auf den 11. Großhauer Traktoren-Treff für Oldtimer. Manch ein altes Gefährt verlässt fluchtartig die Wiese, oder das, was von ihr noch übrig geblieben ist.

„140 Anmeldungen haben wir dieses Jahr”, erklärt Steinbrecher. Es scheint viel, doch sind es 130 weniger als im vorigen Jahr. Ein kleiner Trost für Helmut Steinbrecher: „Diejeninge, die hier sind, kommen wenigstens gerne zu uns, und das freut uns auch.” Einige sind auch mit Wohnanhänger angreist und verbringen das Wochenende durchgehend in der kleinen Ortschaft.

Rückblickend wirkte Freitag noch alles akzeptabel. Mit hausgemachten Reibekuchen gelang ein sehr guter Start. Und auch der Samstag mit dem Live-Konzert der Rockgruppe „Rumble 5” verbreitete drei Stunden lang puren Spaß. Doch der eigentliche Höhepunkt, der Korso am Sonntagnachmittag, fällt buchstäblich ins Wasser.

Die notgedrungene Absage folgt. „Das tut schon weh, diese Entscheidung zu treffen”, gesteht Steinbrecher. Es sei auch, so der Traktor-Fan, schade für die Kinder, die immer auf die Fahrt hinfiebern würden. Zudem haben sich doch noch einige tapfere Zuschauer am Wegrand auf die Ausfahrt gefreut - vergebens.

Baujahr 1941

Dabei hatten einige Schmuckstücke ihren Weg, der weiteste von Rommerskirchen, bis nach Großhau gefunden. „Der älteste Traktor ist Baujahr 1941”, kommentiert Steinbrecher mit dem Blick nach draußen gerichtet.

Trotz der miserablen Witterung findet Helmut Steinbrecher allerdings auch ein paar tröstliche Worte. Die wenigen Leute, die da sind, vergnügen sich. Es gibt Essen, Getränke, der Umsatz kommt der Dorfgemeinschaft zu Gute. „Dieses Mal haben wir halt etwas weniger eingenommen und können auch weniger invesiteren, doch solche Jahre muss man auch mal überbrücken. So wie jetzt wird der Sommer ja nicht die nächsten 20 Jahre aussehen.”
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