Düren - Trainer Mücke: „Ich glaube: Wir haben unseren Job doch gut gemacht“

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Trainer Mücke: „Ich glaube: Wir haben unseren Job doch gut gemacht“

Von: Franz Sistemich
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Michael Mücke, der Trainer von Evivo Düren, sieht sein Team nicht als Favorit. Foto: sport/Köhn

Düren. „Favorit ist eindeutig der VfB Friedrichshafen“, sagt Michael Mücke. Er ist Trainer von Evivo Düren. Dieses Team ist Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga und erwartet am Mittwochabend den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen, den punktgleichen Tabellenzweiten der Liga. Anpfiff ist um 20.00 Uhr in der Arena Kreis Düren.

Herr Mücke, ist Evivo heute gegen 22.30 Uhr immer noch Tabellenführer?

Michael Mücke (lacht): Wenn ich Voraussagen treffen könnte, würde ich mit Sicherheit mein Geld nicht als Trainer verdienen.

Aber klar ist: Wer Spitzenreiter ist, will doch möglichst lange den Platz an der Sonne verteidigen.

Mücke: Das ist richtig. Das Wort Spitzenreiter hört sich schon gut an. Und wir werden vor unseren fantastischen Fans aggressiv auf Sieg spielen. Wir können uns ja nicht wie im Fußball hinten reinstellen. Im Volleyball gibt es ja nur Sieg oder Niederlage. Und wir wollen gewinnen, aber ob wir mit einem Sieg Tabellenführer bleiben, sei dahingestellt.

Bitte?

Mücke: Wenn der TV Bühl in Dresden 3:0 gewinnt, wir – oder der VfB – aber nur 3:2 siegen, erhält der TV drei Punkte, der Sieger unserer 3:2-Partie nur zwei. Dann wäre Bühl Primus. Also gehen wir auch in die Partie gegen den VfB: Wir wollen einfach nur gewinnen.

Der Mannschaft von Trainer Stelian Moculescu weisen Sie mit Sicherheit die Favoritenrolle zu.

Mücke: Favorit ist eindeutig der VfB Friedrichshafen. Das Team musste sich angesichts der Zugänge natürlich auch erst finden. Moculescu hatte auch nicht die Möglichkeit einer langen Vorbereitungszeit. Aber: In dem Team stehen neun Nationalspieler, spielen Jungs, die mit ihren Nationalteams bei der Europameisterschaft aktiv waren. Sie haben die Qualität, schnell zu einer Einheit zu werden. Und sie sind es schon, wie der Saisonverlauf zeigt. Deshalb ist es klar, dass der VfB Favorit ist.

Sie mussten acht Spieler integrieren. Schaut man sich die Tabelle an: Die Integration scheint gelungen.

Mücke: Wir haben ehrlich gesagt nicht gewusst, wie stark wir sind. Wir haben unsere Zugänge gezielt gesucht, haben unsere sehr guten Beziehungen beispielsweise nach Kanada genutzt, haben auf Empfehlungen ehemaliger Spieler gehört, haben dann auch Videos intensiv geschaut. Ich glaube: Wir haben unseren Job doch gut gemacht, obwohl wir nicht jeden Zugang im Probetraining unter die Lupe haben nehmen können. Die alten und die neuen Spieler passen charakterlich sehr gut zusammen, sind zu einem Team geworden.

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