Top getippt: „Die Toten Hosen” geben Privatkonzert im Hinterhof

Von: Guido Jansen
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Ein kleiner Hof, eine Band mit großem Namen: Und schon geht die Party los. Sogar auf den Dächern standen die Fans. Foto: Guido Jansen

Düren. „Da hat es 30 Jahre gedauert, bis wir mal nach Düren finden...”, musste Andreas Frege am Montag vor rund 300 Menschen in der Rur-Metropole gestehen. Dabei ist Düsseldorf, die Heimat der bekanntesten deutschen Punkrock-Band „Die Toten Hosen” gar nicht so weit weg von Düren.

„Aber dem Navi sei Dank sind wir hier”, sagt der Mann, der viel bekannter unter seinem Künstlernamen Campino ist. Danach hatten er, Breiti, Wölli & Co. erst einmal genug geredet. Knapp drei Stunden spielten „Die Toten Hosen” am Abend in Düren, es war ein Privatkonzert in einem Hinterhof in der Kölnstraße.

Grund waren die richtigen Tipps von Johannes Irmler, dem Betreiber der Kneipe „Bei James”. Mit Freunden hatte Irmler bei der Thekenmeisterschaft des Radiosenders 1Live gewonnen. Das Theken-Team musste die Bundesligaspiele der vergangenen Saison tippen und hatte am Ende in NRW die Nase vorne.

Gewonnen hatte die Thekenmannschaft fast drei Stunden Dauerbeschuss mit Punk-Hits. 300 Kehlen sagen Stücke wie „Liebeslied”, „Wünsch dir was” oder natürlich den Klassiker „Hier kommt Alex” mit. 300 und noch ein paar mehr. Denn neben denen, die eine Karte für das Privatkonzert geschenkt bekommen hatten, gab es noch eine ganze Reihe Sanitäter und Ordnungshüter, die im Einsatz waren. Sie alle blieben aber ohne Beschäftigung.

Auf Balkonen und Dächern

Mitgesungen wurde sogar auf der Kölnstraße von Polizisten und Musikfans, die keine Karte bekommen hatten. Und von denen, die Campino mit „ihr Spanner da oben” auf den Balkonen und sogar auf den Dächern der Kölnstraße begrüßte. Sie alle sangen lauthals, dass sie nie zum FC Bayern München gehen würden oder tanzten zum punkig-deftigen Pushed Again.

„Willst du mich heiraten?”

Es wurde streng darauf geachtet, dass in dem kleinen Hinterhof kein übergroßes Gedrängel entstand. Zur Straße wurden Gitter aufgestellt, damit die Leute, die keine Karten bekommen hatten, das Gelände nicht stürmten.

Das Publikum war teils schon etwas älter und vor allem höchst vertraut mit den Liedern aus 30 Jahren Bandgeschichte. Und einen Heiratsantrag gab es auch noch: Den hat Manni, ein Freund des Wirts, seiner Carina auf der Bühne gemacht. Sehr zur Freude des Publikums hat die Dame natürlich „Ja” gesagt. Ob die Band zur Hochzeit wieder nach Düren kommen wird, ist noch offen.
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