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Tollkühne Fahrten auf schnellen Maschinen

Von: Margret Vallot
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Von der Geschwindigkeit geradezu hochgerissen vollführten die Fahrer gewaltige Sprünge am laufenden Band. Foto: Magret Vallot

Kleinhau. Für die Moto-Cross-Fans war am Wochenende Kleinhau der Mittelpunkt der Welt. Drei Tage lang heulten und knatterten am Raffelsbrand die Motoren, lag Benzingeruch in der Luft. Fahrer aus ganz Europa holten auf der anspruchsvollen Strecke alles aus sich und ihren Maschinen raus.

Als sich allerdings am Sonntag der Himmel zuzog und Blitze zuckten, wurden die Rennen gegen 17.30 Uhr abgebrochen. Aus Sicherheitsgründen. Schon Tage zuvor reisten die rund 400 Fahrer, jeder mit seinem Tross, an. Auf zwei großen Wiesen stand Wohnwagen an Wohnwagen. Etwa 4000 Zuschauer, so schätzte der Veranstalter, kamen am Freitag zur 23. Auflage des einzigen Flutlicht-Moto-Cross in Europa, organisiert vom enthusiastischen MSC Kleinhau Team um den Gespann-Piloten Edgar Jansen.

Gleich am ersten Tag ging es los mit den Klassen Solo Oldtimer, Viertakt Seitenwagen, Twin Shocks und der Internationalen Soloklasse. Als ältester Teilnehmer drehte übrigens mit 79 Jahren ein Belgier seine Runden, der jüngste Fahrer war gerade sechs Jahre alt. Die Strecke war zur Freude aller drei Tage lang nahezu optimal: Etwas staubig zwar, aber insgesamt weder zu hart noch matschig weich.

Nur die ersten Durchläufe

Marcus Schiffer vom Silent Sport Suzuki Team war von Anfang an der umschwärmte Star. „Hier in Kleinhau habe ich als Kind meine ersten Rennen in der 50 ccm Mini Klasse absolviert”, sagte der Kerpener den „DN”. Am Wochenende wollten sich viele Jungen mit dem zur Zeit besten deutsche Moto-Cross-Fahrer fotografieren lassen. Am Freitag ging er in seiner Klasse als erster ins Ziel, wurde Tagessieger.

Action auf der Piste gab es reichlich, die hügelige Strecke im Hang und die Geschwindigkeit rissen die Fahrer oft meterhoch in die Luft. Samstag fanden in den Jugendklassen und am Sonntag die Läufe zur DAM Meisterschaft in den verschiedenen Solo und der Seitenwagenklasse statt. Allerdings gab es am Sonntag nur die ersten Läufe, zu den zweiten kam es wegen des aufziehenden Gewitters nicht mehr. TwinShock Youngtimer, Gespanne, Open Inter MX2 und andere konnten alle nicht abgeschlossen werden.

Der WDR war mit seinem gesamten technischen Nachwuchs vor Ort. Die Nachwuchs-Fernsehtechniker mussten den Ernstfall proben, was für Adrian Braun als unermüdlicher Kommentator der Rennen technische Vorteile brachte. Er konnte das Geschehen erstmals zusätzlich via Bildschirm verfolgen.

Das Technische Hilfswerk war mit 16 Wagen und etwa 100 Helfern vor Ort und sorgte beim Flutlicht-Moto-Cross am Freitag für taghelle Beleuchtung. 100000 Watt (100 Scheinwerfer a 1000 Watt) wurden genutzt. Zehn Kilometer Kabel mussten von den Freiwilligen verlegt werden.

Einen Großeinsatz absolvierten auch die Helfer vom Roten Kreuz. Sanitätsdienste waren sowohl für die Fahrer als auch für die Zuschauer, die ein kostenloser Shuttle Service vom Parkplatz am Einkaufszentrum Kleinhau bis zur Rennstrecke brachte, im ehrenamtlichen Einsatz.

Absoluter Höhepunkt für die Zuschauer ist und bleibt das Flutlicht-Rennen, das auch noch mit einem Feuerwerk verbunden wurde. Das muss man einfach gesehen haben.

Ergebnisse hiesiger Fahrer

Beim Flutlicht-Rennen erreichte in der Klasse Twin Shoks, Fahrer bis 46 Jahren, Marcus Froitzheim Platz 19 und Michael Fröhlich Platz 21 (beide MSC Kleinhau). In der Klasse Twin Shoks, Fahrer älter als 46 Jahre kam Mathias Clasen (MSC) auf Platz 27.

Beim Seitenwagen Veteranen Cup gelangten die Hürtgenwalder Jörg Wergen und Gerd Blatter Platz 17 und Platz 35.

In Klasse 6, Inter Open Solo, wurden von hiesigen Fahrern die folgenden Plätze erreicht: 6. Marcel Mächler aus Nideggen, 7. Kai Wirtz aus Kreuzau, 11. Alexander Esch aus Hürtgenwald, 16 Tom Pölderl aus Düren, 19. Dustin Fleck, 20. Tim Wirtz, 25. Julian Horsch und 38. Mario Brüll, alle vom MSC-Kleinhau.

Alle Ergebnisse unter http://www.damcv.de . Dort auf „Information”, dann auf Ergebnisse klicken.
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