Tipps von Experten: „Weihnachten das kochen, was alle gerne essen“

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Mit den Resten von der Weihnachtspute kann man wunderbare Frühlingsrollen machen: Das Fleisch klein schneiden und mit Teriyakisoße und Ingwer mischen. In fertigen Frühlingsrollenteig wickeln und im heißen Fett ausbacken. Lecker! Foto: stock/imagebroker
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Hildegard Dapper von der Verbraucherberatung hat Tipps zur Resteverwertung. Foto: kin

Düren. Kennen Sie das? Sie haben für Ihren Advents- oder Weihnachtsbesuch ein leckeres Menü vorbereitet, und am Ende bleibt jede Menge übrig, weil eigentlich alle vom Plätzchen-Naschen noch satt sind? Oder am zweiten Weihnachtstag einfach keinen Hunger mehr haben, weil es Heiligabend und am 25. Dezember schon dauernd etwas zu essen gab?

Hildegard Dapper von der Dürener Verbraucherberatung kennt das Problem genau. „Bei mir klappt es nur sehr selten, dass alles aufgegessen wird. Und zwar nicht nur in der Weihnachtszeit. Lebensmittelverschwendung ist durchaus ein Thema. Auch für die Besucher unserer Beratungsstelle.“

Bundesweit werden in deutschen Haushalten jedes Jahr 6,6 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. 44 Prozent davon sind Obst und Gemüse. „Was immer funktioniert“, sagt Hildegard Dapper, „ist, seinen Gäste die Reste einzupacken.“ Bei der Verbraucherberatung gibt es deswegen in der Vorweihnachtszeit neben informativen Broschüren und Rezepttipps auch Postkarten, die man seinen Gästen schicken kann. Dapper: „Und mit diesen Karten werden die Essensbesucher gebeten, gleich Vorratsdosen mitzubringen. Während des Essens sieht man, wem was besonders gut schmeckt und das packt man den eben entsprechend ein.“

Hedi Feucht, Bezirksvorsitzende Düren der Landfrauen, hat noch einen anderen Tipp parat. „Es kommt auf eine gute Planung an, damit erst gar nicht so viel übrig bleibt.“ Wer als Vorspeise eine Suppe serviert, sollte beispielsweise 250 Milliliter pro Person rechnen. Für den Vorspeisensalat etwa 100 Gramm. Beim Braten sind 125 Gramm Fleisch und 100 Milliliter Soße angemessen, die Gemüsebeilage sollte etwa 150 Gramm wiegen, bei Nudeln oder Kartoffeln als Beilage reichen um die 200 Gramm. Hedi Feucht: „Man kennt doch seine Esser. Und dass ein arbeitender Mann in der Regel mehr isst als eine ältere Frau, ist auch klar. Genau wie die Tatsache, dass kleine Kinder viel weniger essen als Erwachsene.“

All das müsse berücksichtigt werden. „Wer dann noch Lebensmittel von hoher Qualität kauft, ist auf der sicheren Seite. Die schmecken besser, davon wird mehr gegessen.“ Auch Regina Stolz aus Nideggen engagiert sich bei den Landfrauen. Früher haben bei ihr an Weihnachten immer zehn bis zwölf Personen am Tisch gesessen. „Dass bei uns Lebensmittel weggeschmissen worden sind, das hat es eigentlich nie gegeben“, sagt sie. „Das liegt sicher auch daran, dass wir Landwirtschaft betreiben. Ich glaube, da haben Lebensmittel einen anderen Stellenwert.“

Regina Stolz hat aber auch noch einen Tipp parat, der vermutlich am besten geeignet ist, um Reste zu vermeiden: „Bei mir hat es an Weihnachten nie Experimente gegeben. Ich habe immer das gekocht, was alle gerne essen. Da ist selten etwas übrig geblieben.“

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