Tina Teubner begeistert ihr Publikum mit „Unfug“

Von: Anneliese Lauscher
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Tina Teubner ist von Düren begeistert. „Es ist immer so gemütlich hier“, sagte sie bei ihrem Auftritt im „Komm“. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Tina Teubner sorgte im „Komm“-Zentrum für ein volles Haus. Viele kennen sie seit Jahren, so war ihr Programm am Montagabend „Lieder, Kabarett, Unfug“ im Nu ausverkauft. „Ich komme so gerne nach Düren“, sagte die Künstlerin, „es ist immer so gemütlich hier. Und Thomas Lüttgens betreut uns bestens. Sie müssen zahlreich und enthusiastisch kommen und das hier unterstützen.“

Tina, die „alleinerziehende Ehefrau“ hat erkannt: „Männer brauchen Grenzen.“ Sie hat sogar einen Ratgeber geschrieben und zitiert ein einleuchtendes Beispiel: Wenn der kleine Horst an der Kasse des Baumarktes quengelt, weil er nicht die richtige Bohrmaschine bekommt – wie geht man damit um? Ganz klare Entscheidungen sind hilfreich und „dann auch mal kräftig durchloben“.

Wunderbare Lieder, in denen es um das tiefe Verständnis der menschlichen Seele geht, ergänzten ihre Plaudereien. Alles, was sie sagt, „ist nur zu Ihrem Besten“. Um Struktur reinzubringen, hat sie die guten Eigenschaften den Frauen und die weniger guten den anderen zugeordnet. Und nie fehlt die kleine subtile Giftspritze: Sie findet „das Rummäkeln hat auch was mit Visionen zu tun. Ihr Männer seid immer so schnell zufrieden mit Euch.“ Das Gelächter im Publikum zeugte von Zustimmung, zumindest der Frauen.

Man freut sich, wenn sie auf der Ukulele oder der Geige leidenschaftlich und lustig Musik macht, wenn sie mit ihrem Partner Ben Süverkrüp ein tiefsinniges Zwiegespräch führt. Der behauptet: „Nicht gestört zu werden, ist nur dann von Wert, wenn einer da ist, der einen stören könnte.“ Und zum Beweis, dass die Titanen der Musikgeschichte auch oft von Frauen gestört wurden, ließ er ein genussvolles Gemisch von Beethoven, Bach und Chopin, der Sesamstraßenmelodie, Rosamunde und griechischem Wein herunterprasseln. Das Publikum jubelte.

„Warum ist es so schwer, den Zauber des Anfangs zu wahren?“, philosophiert Tina Teubner und kommt dann auf lang verheiratete Paare zu sprechen, die im beigen Trainingsanzug Tandem fahren. Ein im Zuschauerraum klingelndes Handy bringt sie nur ganz kurz aus dem Konzept: Sie fragt, was los war, und bekommt zur Antwort, dass ein Kind Bescheid gesagt habe, es sei nun zu Hause. „Gut erzogen“, konstatiert sie, „hoffentlich rufen die anderen Kinder auch noch an.“

Standing Ovations gab es zum Schluss, und dann kam auch noch die Säge zum Einsatz: Mit dem Geigenstab entlockt die Künstlerin einem Sägeblatt romantische Klänge, „guten Abend, gute Nacht“ sangen die begeisterten Zuschauer mit. Am 17. Juni ist sie wieder da. „Wenn Sie noch Freunde haben, die Ihr Format besitzen, bringen Sie sie mit“, forderte sie ihr Publikum auf.

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