Tierquäler legt Schnappfalle im Garten aus

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Sandra Kalkbrenner und ihr Kater „Malik“, der mit einer Pfote in der von einem Unbekannten aufgestellten Schnappfalle hängenblieb. Foto: Dietmar Engels
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Sandra Kalkbrenner und ihr Kater „Malik“, der mit einer Pfote in der von einem Unbekannten aufgestellten Schnappfalle hängenblieb. Foto: Dietmar Engels

Nörvenich-Rath. Es ist kaum zu fassen: Im beschaulichen Rath hat ein Unbekannter offenbar gezielt eine Schnappfalle aufgestellt, um einer Katze Verletzungen zuzufügen oder sie gar zu töten. Der etwa fünf Jahre alte Kater „Malik“ ist in die Falle getappt – und hat das mit einer schweren Verletzung an der rechten Pfote überlebt.

 Sandra Kalkbrenner, die ihren „Malik“ über alles liebt, ist fassungslos: „Wie kann jemand so etwas bloß tun? Und was wäre gewesen, wenn ein Kind in die Falle geraten wäre – nicht auszudenken“.

Es war am Sonntagmorgen: Vermutlich irgendwo im Garten der Nachbarin Gudrun Schieveling war die grausame Falle aufgestellt. „Malik“ hat, wie es scheint, nach dem Köder gegriffen – und die Falle mit gebogenen rostigen und gezahnten Eisen klappte zu. Der Kater hat sich dann offensichtlich – mit der schweren Falle an der Pfote – noch bis zur Terrasse in dem Garten geschleppt, wo er schließlich von der Nachbarin gefunden wurde. „Geschockt“, wie sie sagt, alarmierte sie Sandra und Bernd Kalkbrenner. „Maliks“ Herrchen bog die Falle auseinander, um den Kater zu befreien. „Malik war völlig apathisch“, berichtet Bernd Kalkbrenner, „er stand offensichtlich kurz vor einem Kreislauszusammenbruch.“

Viel Glück gehabt

Da gab es nur eins: Die Kalkbrenners wandten sich in ihrer Not an die Tierärztin, zu der sie sonst immer gehen. Die war bereit, „Malik“ zu behandeln. Sie röntgte das rechte Vorderbein des Katers und gab ihm ein starkes Schmerzmittel. Erstaunlicherweise brachte das Röntgen zu Tage, dass „Malik“ keinen Bruch erlitten hatte. Bernd Kalkbrenner. „Kleine Tiere haben bei so einer Falle kaum eine Chance. Da wird leicht die Pfote gebrochen oder abgetrennt. Wenn ein Tier mit dem Kopf in den Mechanismus gerät, bedeutet das in der Regel einen qualvollen Tod.“

Inzwischen geht es „Malik“ wieder etwas besser. Er macht zwar einen benommenen Eindruck, frisst aber wieder und belastet auch wieder vorsichtig die rechte Vorderpfote. Der Kater bekommt jeden Tag eine Schmerzspritze und jeden zweiten ein Antibiotikum, damit es nicht noch eine schwere Infektion gibt. Sandra Kalkbrenner: „Auch die Tierärztin weiß noch nicht, ob an den Sehnen und Nerven etwas zurück bleibt.“

Viele der Nachbarn in der Straße „Im Kleinefeldchen“ haben selbst Katzen, man kommt gut miteinander klar. Die Kalkbrenners glauben deshalb nicht, dass der Täter aus ihrem Umfeld kommt. „Einen bestimmten Verdacht haben wir nicht“, betont Sandra Kalkbrenner, die mit ihrem Mann b Strafanzeige erstattet und außerdem das Ordnungsamt der Gemeinde und das Kreisveterinäramt informiert hat. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat das Ehepaar eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Hinweise werden an Telefon 0176/23781189 erbeten.

„Wir werden in der Sache ermitteln“, versicherte Polizeisprecher Willi Jörres. Es handele sich um einen bedauerlichen Einzelfall. Jörres: „So etwas kommt immer mal wieder vor, doch es gibt keine Häufung – in Nörvenich nicht und nicht im übrigen Kreisgebiet.“

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