Hürtgenwald-Bergstein - THW Bergstein: Training für die „Deutschen”

THW Bergstein: Training für die „Deutschen”

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
Das sind sie, die Jugendlichen
Das sind sie, die Jugendlichen der THW-Ortsgruppe Hürtgenwald-Bergstein, die sich derzeit auf den Bundeswettkampf in Landshut vorbereiten. Foto: Sandra Kinkel

Hürtgenwald-Bergstein. Es ist Freitag, 19.30 Uhr. Rund um das Gelände des Technischen Hilfswerks (THW) im Hürtgenwalder Ortsteil Bergstein herrscht emsiges Treiben.

Zwölf Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren sind gemeinsam mit Dr. Hermann Heuser damit beschäftigt, die zwölf Aufgaben für den THW-Bundeswettkampf in Landshut in Bayern nachzubauen. Gleich wird noch einmal trainiert. In zwei Wochen müssen die Jugendlichen absolut fit sein.

Jugendarbeit wird bei der THW-Ortsgruppe in Hürtgenwald groß geschrieben. Hier gab es 1977 eine der ersten THW-Jugendgruppen in der Region, die Verantwortlichen um Dr. Heuser waren die ersten im Geschäftsführerbereich Aachen, zu dem außer den vier THW-Ortsverbänden des Kreises Düren noch Gruppen aus Euskirchen, Simmerath, Stolberg und Herzogenrath gehören, die vor 15 Jahren eine Bambini-Gruppe für Kinder zwischen sechs und elf Jahren gegründet haben.

Heute werden beim THW in Hürtgenwald mehr als 50 Kinder und Jugendliche betreut. Joachim Nußbaum, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit: „Wir nehmen mit unseren Jugendlichen regelmäßig am Landeswettkampf teil. Aber wir haben es jetzt zum ersten Mal geschafft, uns für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren. Das ist schon richtig toll.”

Aus jedem Bundesland kommt eine Mannschaft nach Landshut. Die 16 Teams müssen in zwei Stunden zwölf Aufgaben absolvieren. Joachim Nußbaum erklärt: „Das sind Aufgaben, die die typischen Arbeiten des Technischen Hilfswerks widerspiegeln.” Die jungen Leute müssen zum Beispiel verletzte Personen bergen und transportieren, Erste Hilfe leisten, ein Stromaggregat installieren, eine Wasserpumpe in Betrieb nehmen und einen Steg bauen. „Um das in zwei Stunden zu schaffen”, so Nußbaum, „müssen die Jugendlichen schon Gas geben. Richtig Gas geben.”

Offener Wettkampf

Dass sie alle Aufgaben gut, mit wenig Fehlern und in der erforderlichen Zeit erledigen können, haben die THWler aus Hürtgenwald im Trainingslager bewiesen. Eine Woche waren die Jugendlichen in der THW-Bundesschule in Hoja in Niedersachsen, um sich auf Landshut vorzubereiten. Dr. Hermann Heuser: „Das hat uns der Landesverband NRW geschenkt. Und da haben wir wirklich viel gelernt.”

Wie ihre Chancen für den Bundeswettkampf stehen, können die Hürtgenwalder sehr schwer einschätzen. „Wir waren ja noch nie dabei”, sagt Nußbaum. „Und es hat überhaupt noch nie eine Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen gewonnen. Baden-Württemberg und das Saarland sind erfahrungsgemäß immer sehr stark.”

Trotzdem hoffen Nußbaum, Heuser und die Jugendlichen auf eine möglichst gute Platzierung. Vielleicht unter den ersten acht. Auf jeden Fall werden sie die kommenden zwei Wochen noch tüchtig trainieren. Mindestens zwei Mal in der Woche.
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