Niederzier-Ellen - Theaterverein „Frohsinn”: Pussy Angora bringt alles durcheinander

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Theaterverein „Frohsinn”: Pussy Angora bringt alles durcheinander

Von: Ottmar Hansen
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Niederzier-Ellen. Als Buchhalter hat man es nicht leicht, vor allem, wenn man ein Unternehmen vor der Pleite retten soll und dann auch noch in amouröse Abenteuer verwickelt wird. So manche heikle Situation ist da vorprogrammiert, die nur mit Witz und Ironie zu überstehen ist.

Die Besucher des neuen Bühnenstücks „Ellener Verhältnisse”, dargeboten vom Ellener Theaterverein „Frohsinn”, können sich jedenfalls schon auf einen unterhaltsamen Abend freuen.

Am Freitag, 8. April (20 Uhr), ist die Uraufführung des Schwanks in drei Akten. Bis dahin bleibt der Theatertruppe von 14 Schauspielerinnen und Schauspielern um Regisseur Dr. Helmut Brandt nur noch wenig Zeit, ihrem Auftritt den letzten Schliff zu geben.

Geprobt wird im großen Saal der Gaststätte Wamig-Weber in Ellen, in dem auch die Aufführungen stattfinden werden. Seinen Text kennt Peter Heyden als Buchhalter Haselhuhn auf der Bühne, längst auswendig. Jetzt wird an der Mimik gearbeitet. Gemeinsam mit Regisseur Dr. Brandt und Schauspielerkollegin Doris Löhrer alias „Pussy Angora” geht er eine Szene immer wieder durch.

Wie gewohnt, hat Dr. Brandt ein bekanntes Bühnenstück auf Ellener Verhältnisse umgeschrieben. „Es wird immer schwieriger, Stücke zu finden, die Charme haben, etwas frivol und trotzdem zugänglich sind”, sagt der Regisseur. Doch offenbar hat er auch diesmal den Nerv der Akteure und der Proben-Zuschauer im Saal getroffen. Auf der Bühne amüsieren sich die Darsteller beim Durchgehen der einzelnen Szenen jedenfalls bestens.

Die Handlung des Stücks ist rasch erzählt. Georg, Chef der Ellener Firma Theodor Schilling, hat Schulden infolge seiner Liebschaft zum Revue-Star Pussy Angora. Retten soll ihn die Heirat mit Hilde, der Tochter eines reichen Konsuls.

Doch Hilde erforscht die „Ellener Verhältnisse”, indem sie sich unter falschem Namen als Sekretärin in der Firma Schilling einschleicht. So erfährt sie vom Verhältnis des Bosses mit Pussy und der Firmenpleite. Buchhalter Eduard Haselhuhn aus Arnoldsweiler soll nun versuchen, die Firma vor dem Konkurs zu retten. Doch er bringt erst recht alles durcheinander.

„Wir haben versucht Lokalkolorit und Personen einzubauen, die jeder kennt”, betont Dr. Brandt. Auffällig sei, dass heutzutage nicht mehr sicher sei, dass alle Zuhörer im Saal das Ellener Platt verstünden. So werden die meisten Texte auf Hochdeutsch gesprochen. Lediglich eine Mitwirkende, „Marliese aus Kalterherberg” spricht Dialekt.
Brandt: „Das bringt dann aber den gewissen Pfiff rein.”

Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind größtenteils schon länger dabei. Es handelt sich um Unternehmer, Lehrer, Bürokaufleute oder Sprechstundenhilfen. Dr. Brandt war Chefarzt am Dürener Krankenhaus. Sie alle eint die Liebe zum Theaterspiel.

Der Ruf des Ellener Laien-Theaters hat sich weit über die Region hinaus herum gesprochen. So sind die 2500 Eintrittskarten meist schon vor der Premiere größtenteils verkauft. Oft musste der Theaterverein Zusatzvorstellungen anbieten, um alle Kartenwünsche befriedigen zu können.

Manch einer komme eigens zur ersten Aufführung, weil dann die Spannung unter den Akteuren noch besonders spürbar sei, so Dr. Brandt. Aber auch die letzte Aufführung hat es oft in sich. Brandt: „Da necken sich die Darsteller manchmal selbst, indem sie kleine Veränderungen im Text einbauen, um sich gegenseitig aus dem Konzept zu bringen.” Was bei langjährigen Mitwirkenden natürlich kaum gelingt. Dr. Brandt: „Es macht einfach allen großen Spaß. Auf der Bühne und im Saal.”

Nur noch Restkarten erhältlich

Der Theaterverein „Frohsinn” 1919 zeigt den Schwank „Ellener Verhältnisse” im Saal Wamig-Weber in Ellen, Burgstraße 1. Uhraufführung ist am Freitag, 8. April, um 20 Uhr.

Die weiteren Aufführungen sind am Samstag, 9. April (20 Uhr), Sonntag, 10. April (20 Uhr), Mittwoch, 13. April (19 Uhr), Freitag, 15. April (20 Uhr), Samstag, 16. April (20 Uhr) und Sonntag, 17. April (15 Uhr).

Es sind noch einige Restkarten zum Preis von 10 Euro (die Mittwochsvorstellung kostet 9 Euro) bei Helmut Utzen (02428/6610) erhältlich.

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