Teilhabezentrum für psychisch Kranke eröffnet

Von: Bruno Elberfeld
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Das Team des Teilhabezentrums „Zum guten Mond“ eröffnete gemeinsam mit Vertretern des Caritasverbandes Düren-Jülich, Vertretern der Kirche und Politikern die neue Begegnungsstätte. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen-Berg. „O, nein nicht noch ein Projekt!“ Der Geschäftsführer des Caritasverbandes Düren-Jülich, Dirk Hucko, erinnerte sich bei seiner Begrüßung noch gut daran, wie ihm vor einiger Zeit das Anliegen angetragen wurde, in Nideggen-Berg ein Haus zu eröffnen, das psychisch kranken Menschen die Teilhabe am Leben ermöglichen sollte.

Der Projekte, so gestand der Geschäftsführer, seien in der Region schon viele, wenn er an die vielen Baumaßnahmen dachte, die Caritas auf den Weg gebracht hatte. Doch schließlich ließ er sich für den Plan erweichen, dann begeistern, und das Resultat dieser Begeisterung wurde jetzt nach längerer Wartezeit der Öffentlichkeit präsentiert.

Früher beliebte Gaststätte

Vor Jahrzehnten war in diesem Gebäude Bier gezapft worden. Eine Kegelbahn sorgte für körperliche Ertüchtigung. Die Gaststätte „Zum guten Mond“ war bekannt und beliebt. Nur, es gab keine Nachfolger. Viele Gäste kannten die Immobilie nur mit dem Schild „Zu verkaufen“ im Fenster.

Vor Monaten verschwand das Schild. Ein Nideggener Unternehmer hatte die ehemalige Gaststätte erworben und später in Kooperation mit der Caritas renoviert. So war es nur folgerichtig, dass das Haus auch weiterhin unter dem Namen „Zum guten Mond“ firmiert.

Vier Wohnungen

In dem großen Bruchsteingebäude mit einladendem Innenhof warten vier Wohneinheiten auf Menschen mit psychischen Problemen. Weiter gibt es ein Begegnungszentrum und einen Teamraum. Der zugehörige Teilhabeladen „Jedermann“ liegt in Kreuzau, von Berg aus leicht zu erreichen.

Die Leiterin des Teilhabezentrums, Heike Holtmann, berichtete von ihren ersten Erlebnissen im Haus. Besucher seien ganz begeistert von der Anlage. „Schon die Fahrt von Düren nach Berg über Land ist für viele schon eine Erholung“, erzählte sie. Grußworte der Stadt überbrachte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer. Für den Kreis sprach die stellvertretende Landrätin Glückwünsche aus.

Der parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel gratulierte dem Caritasverband, auf einem guten Weg zu Inklusion und Teilhabe für kranke Menschen zu sein. Pfarrer Stefan Kaiser weihte das Teilhabezentrum ein und bat um Gottes Segen für Bewohner und Mitarbeiter. Für die musikalische Auflockerung der Feier sorgte Nikolas Holtmann mit Gitarre und Stimme.

Geöffnet ist das Zentrum von Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr. Weitere Informationen können unter Telefon 02427/9096013 abgerufen werden.

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