Düren - Tedrive will notfalls ohne Partner aus der Insolvenz

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Tedrive will notfalls ohne Partner aus der Insolvenz

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Düren. Hat das lange Warten bei Tedrive endlich ein Ende? Der seit anderthalb Jahren insolvente Autozulieferer aus Düren will sich bis Ende des Monats aus der Isolvenz-Falle befreien - zum 1. Juli, so Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier, soll das Unternehmen in eine neue Gesellschaft übergeleitet werden.

Mit oder ohne Partner. Alle notwendigen Maßnahmen seien vorbereitet oder schon eingeleitet, so Ringstmeier, doch ob letztlich die Einigung mit dem amerikanischen Investor Neapco klappt, vermag auch der Insolvenzverwalter nicht zu sagen. Der Verkauf an Neapco „war, ist und bleibt die bevorzugte Lösung”, sagt er.

In den weiteren Beratungen, die in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden sollen, gelte es aber noch, Hürden aus dem Weg zu räumen. Aus Sicht des Betriebsrates sind diese Hürden klar definiert: „Wir wollen eine schriftliche Erklärung von Neapco, dass sie an dem Standort Düren festhalten werden, keine Produkte verlagern und neu hinzugewonnene Geschäfte auch in Düren produziert werden”, so Betriebsratsvorsitzender Peter Nießen.

Diese Erklärung hat Neapco - mit denen Ringstmeier nun auch schon deutlich über ein Jahr lang verhandelt - bisher allerdings vermieden. Und Ringstmeier steht offenbar unter Zugzwang. Allen Beteiligten sei klar, dass Tedrive neue Aufträge brauche, um langfristig am Markt bestehen zu können. Zwingende Voraussetzung dafür sei, dass „sich das Werk nicht mehr in der Insolvenz befindet”, so Ringstmeier, dem dabei das positive Geschäftsergebnis in die Hände spielt.

Seit Monaten schon schreibt das Unternehmen nach der Umstrukturierung und dem Stellenabbau wieder schwarze Zahlen. Und so plant Ringstmeier nun, notfalls auch ohne Neapco, die Insolvenz „abzuschütteln”, wie er das nennt. Sein Alternativplan: eine neue Gesellschaft gründen, in die Tedrive überführt würde„, die in einem späteren Schritt an einen globalen strategischen Partner verkauft wird”. Von Neapco ist da dann keine Rede mehr.

Grund zum Jubeln sieht Betriebsratsvorsitzender Peter Nießen noch nicht. „Den haben wir erst, wenn wir wissen, wohin die Reise geht.”
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