Tauwetter: Sandsäcke stehen bei der Feuerwehr bereit

Von: mv
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Die Region ist durchzogen von Bächen. Mancher, wie hier der Drover Bach, ist derzeit zu einem reißenden Gewässer geworden. Foto: Margret Vallot

Kreuzau/Vettweiß. Über 10.000 leere Säcke lagern jetzt bei der Feuerwehr des Kreises Düren in Stockheim. Alle Säcke können noch mit Sand gefüllt werden, falls das Hochwasser am Wochenende kommen sollte.

Walter Weber, Chef der Leitstelle in Stockheim, geht allerdings nicht davon aus, dass die Lage bedrohlich werden könnte. „Bis Samstag, 17 Uhr, gibt es nur eine Warnung vor Tauwetter, keine Unwetterwarnung”, teilte er am Freitag mit.

Bedrohlich wurde es in der Nacht zum gestrigen Freitag in Niederdrove und im Vettweißer Ortsteil Frangenheim. Dort musste die Feuerwehr die Wassermassen mit Sandsäcken bändigen.

In Niederdrove und an der L 249 in Höhe der Grünstraße, so Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram, entwickelte sich ein kleiner Bach zu einem reißenden Gewässer. Dort wurde nachts regelrecht Wache gehalten, bis 3 Uhr morgens.

Einige wenige Einsätze gab es außerdem in Gürzenich. Es bestand dort kurzfristig die Gefahr, dass Wasser mit Schlamm von einem Feld in einen Garten und von da in Häuser fließen könnte. Dort liegen jetzt knapp 200 Sandsäcke bereit, damit schnell reagiert werden kann, wenn der Gürzenicher Bach hochgeht.

Sehr genau haben die Männer der Wehr registriert, dass der Schnee auf den Flächen und auf den Dächern bereits geschmolzen ist. Ein gutes Zeichen. Schnee, der in dicken Knubbeln am Straßenrand liegt, taut sehr langsam, von ihm geht keine Gefahr aus.

Sechs Kubikmeter Sand hat die Kreisfeuerwehr gelagert, „das reicht für 1000 Säcke”, sagt Weber. Ständig werden ihm Wetterprognosen zugestellt, die auch genau beobachtet werden. Die Freiwilligen Feuerwehren „wissen sowieso Bescheid”, verlässt sich Weber auf die Männer und Frauen in Düren und in den Gemeinden, die notfalls nachts in Windeseile vor Ort sind um zu retten, was zu retten ist.

Beruhigend: „In Düren alles unkritisch.” Das meldete am Freitag Rudolf Esser, stellvertretender Leiter der Dürener Feuerwehr.
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