Düren - Tausende feiern in Düren Weiberfastnacht – weitgehend friedlich

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Tausende feiern in Düren Weiberfastnacht – weitgehend friedlich

Von: inla
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Dürens Kinderprinzessin Pia I. (Boilek) mischte sich Fettdonnerstag auf dem Marktplatz unters Volk. Tausende feierten wieder vor dem Bürgerbüro und dem Rathaus. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Als Julius I. die Bühne auf dem Markt betritt, dauert es nicht lange, bis er die Herzen der Jecken erobert hat. Spätestens, als Julius Stockheim mit Spiegelbrille rappt, ist die Stimmung so gut wie bei vielen Jugendlichen, die den „Gangnam Style“ schon zig Mal als Video auf Youtube gesehen haben.

Das Werk des koreanischen Rappers Psy ist eine Milliarde Mal geklickt worden – und seitdem im Guinnessbuch der Rekorde. Das schwarze Bier aus Irland gab es Weiberfastnacht nicht in der Innenstadt, statt dessen Kölsch, Pils und andere Alkoholika – wie das so üblich ist zu Beginn des Straßenkarnevals.

Erfreulich: Wie in den vergangenen Jahren blieb die Innenstadt weitgehend frei von Scherben, weil das von der Stadt ausgesprochene Glasverbot griff. Dass man sich abends regelrecht durch ein Scherbenmeer kämpfen musste, ist Vergangenheit.

Zu dem Zeitpunkt war der Gürzenicher Kinderprinz Julius I. schon längst nicht mehr auf dem Markt. Der neunjährige Grundschüler absolvierte Fettdonnerstag mit seinem Gefolge von den Jüzzenije Plüme mehr als zehn Auftritte, er redete, sang und tanzte.

Überhaupt beherrschen in dieser Session jugendliche Narren das Bild. Die Dürener Kinderprinzessin Pia I. (Boilek) war kurz vor ihrem Gürzenicher Regenten-Kollegen aufgetreten und wusste ähnlich zu gefallen. Wie immer hatte die Stadt ein buntes Programm zusammengestellt, das das jecke Volk schon ordentlich in Schwung brachte.

Stimmung herrschte dann auch auf dem Kaiserplatz mit rund 3000 Jugendlichen. Trotz des bisweilen bescheidenen Wetters ließen sie sich nicht aus dem Tritt bringen, im Gegenteil. Alles in allem blieb es bis zum Abend weitgehend ruhig. Natürlich gab es junge Narren, die erheblich einen über den Durst getrunken hatten und im Sanitätszelt neben dem Rathaus behandelt werden mussten. Bis zum Ende der Feiern vor dem Rathaus waren es etwa 60, neun kamen ins Krankenhaus.

Das war in etwa die Hälfte der Fälle, die im vergangenen Jahr betreut werden musste. Diese positive Entwicklung erklärten die Verantwortlichen auch mit dem Konzept von Jugend- und Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz. „Unsere Rechnung ging auf“, sagten Berthold Becker und Peter Junker von der Stadt und lobten zudem die „gute Zusammenarbeit mit den Schulen“, die erst mittags ihre Pforten schlossen, so dass in der City nicht zu früh gefeiert wurde.

Seit Jahren achtet die Stadt darauf, nur eine zentrale Feier in der Innenstadt anzubieten, um so eine bessere Kontrolle zu haben. Das Angebot wird, wie sich diese Jahr wieder zeigte, von den Jugendlichen angenommen.

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