Düren - „Tatort“-Kommissar Miroslav Nemec hinterlässt bleibenden Eindruck

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„Tatort“-Kommissar Miroslav Nemec hinterlässt bleibenden Eindruck

Von: Jana Peterhoff
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Miroslav Nemec hinterließ einen bleibenden Eindruck. Foto: jap

Düren. Miroslav Nemez kam mit dem Theaterstück „Seide“ nach Düren. Die Aufführung hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Zuschauer äußerten ihre Dankbarkeit mit herzlichem Applaus. Es war ein ruhiger, fast meditativer Abend, der sich im Haus der Stadt bot.

Ein One-Man-Märchen, zwei Stunden Unterhaltung und drei unterstützende Instrumente. Viel französischer Charme gepaart mit asiatischen Bildern, Düften und Klängen, die dank der Sprache und der Musik im Kopf entstanden. Stimme traf Musik.

Der ursprünglich angekündigte Schauspieler Joachim Król war kurzfristig verhindert. Hektisch wurde hinter der Bühne nach einer Besetzung gesucht. Und gefunden wurde schnell der Münchener „Tatort“-Kommissar Miroslav Nemec. Seine Zusage war auf jeden Fall ein Gewinn für das Theaterstück nach dem gleichnamigen Roman von Alessandro Baricco. Der beliebte Schauspieler besaß eine sehr vielseitige Stimme. Sie trug im Zusammenspiel mit den musikalischen Tönen die ganze Geschichte über das Leben eines südfranzösischen Seidenhändlers aus dem 19. Jahrhundert.

Als Miroslav Nemec den Seidenhändler Hervé Joncour wiedergab, besaß seine Stimme etwas Kratzendes, Entschlossenes und Raues. Als er den Mann Hervé Joncour wiedergab, hatte seine Stimme etwas Sinnliches und Geheimnisvolles. Auch der nach Japan reisende Seidenhändler hörte sich ganz anders an. Nämlich dynamisch, getrieben, rasant. Eine schöne Interpretation der Geschichte über die Sehnsucht nach Sinnlichkeit und Liebe. Verpackt in einer betörend schönen Sprache und dahin fließende mal ruhig-sinnliche, mal exotisch-spannende Klänge.

„Seide“ gilt als der Geheimtipp auf den deutschsprachigen Bühnen. Der Seidenhändler bricht zu einer Reise nach Japan auf, um Seidenraupen zu kaufen. Auch unter ständig wachsenden Gefahren reist er Jahr für Jahr ins Land der aufgehenden Sonne. Die Anziehungskraft einer rätselhaften Schönheit entfacht seine Leidenschaft.

Seine Fantasie und Sehnsucht werden für immer geweckt. Aber der angebeteten Frau nahe zu sein, ist ihm nicht vergönnt. Auch eine Utopie von Liebe kann glücklich machen. Auf dieser wehmütigen und abenteuerlichen Reise waren Miroslav Nemec und die Band „South of the Border Jazztrio“ exzellente Begleiter.

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