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Tango-Konzertabend mit Pablo Campora an der Gitarre

Von: has
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Ein Konzert der Sonderklasse boten Pablo Campora (Gitarre) und Gonzalo Gravina (Klavier). Sie tauchten ein in die Welt des Tangos, verbanden aber auch eurpäische Klassik mit südamerikanischen Rhythmen. Foto: has

Düren. So einen Konzertabend erlebt man auch selten. Da beginnen die erstklassigen Konzertstunden mit Tangomusik, und zum Abschluss singen die Besucher im ausverkauften Saal der Hauptburg von Schloss Burgau das deutsche Volkslied „Horch, was kommt von draußen rein”.

Und es wunderte keinen. Schon während des Konzertes hatte Pablo Campora, ein Meister der südamerikanischen Gitarre und Pianist Gonzalo Gravina „Fusionen” eingeleitet, führten südamerikanische Rhythmen mit europäischer klassischer Musik zusammen.

Beethoven als Milonga

Da erklang Beethoven als Milonga, Chopin als Chamarrita, Mozart als Malambo, Vivaldi als Candombe, ein deutsches Volkslied als Samba. Da war das Publikum, das im Rahmen der Schlosskonzerte der Cappella Villa Duria nach Burgau gekommen war, „baff” und begeistert, und es bewahrheitete sich, dass Musik nicht unbedingt Grenzen kennt.

Es war eine heitere Lektion, die das Publikum durch die beiden ausgezeichnet aufgelegten Musiker vom Rio de la Plata erfuhr, mit einem Augenzwinkern vorgetragen. Dennoch: die stärkeren Momente hatten die Beiden, wenn sie in die Welt des Tangos eintauchten. Da führte das Spiel des hervorragenden Gitarristen, der sein Instrument ohne Verstärker spielte, und die einfühlsame Klavierbegleitung zu einem spannungsvollen Prozess von Hingabe und Selbstdarstellung.

Pablo Campora spielte den Tango mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, Verzierungen und Verzögerungen, zauberte mit seiner Akustikgitarre das Lebensgefühl in den Schlossraum, das man mit dem Tango verbindet. Zärtlich und zugänglich, melodisch und verspielt, feurig und schmachtend, leidenschaftlich und sanft, heißblütig und auch hingebungsvoll.

Rhythmisch platziert

Er hatte ein unglaubliches Gefühl für sein Instrument, zog durch seine Art, wie er Melodien gestaltete und durch seine Anschlagstechnik Töne rhythmisch platzierte, das Publikum in seinen Bann. Ein Lob aber auch für Gonzalo Gravina, dem es bei seiner Klavierbegleitung gelang, die Gitarre nicht zuzuspielen und dennoch durch eine ausdrucksstarke Darbietung zu überzeugen. Ein Konzert der beiden uruguayischen Musiker, das noch lange haften bleiben wird.
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