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Tagebücher und beeindruckende Biografien

Von: Hendrik Buch
Letzte Aktualisierung:
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Paul Larue, Markus Muschenich, Walter Ullrich und Helmut Krebs sind von der Ausstellung auf Schloss Burgau beeindruckt. Foto: Buch

Niederau. „Der ‚Hurra-Patriotismus‘ war 1914 auch in Düren überall zu spüren“, berichtet Bürgermeister Paul Larue bei der Eröffnung der Ausstellung „Fürs Vaterland in den Tod“ auf Schloss Burgau. „Als die Heimkehrer oft nach Jahren und häufig traumatisiert wieder am Dürener Bahnhof ankamen war davon wenig übrig geblieben“, ergänzt er.

Entscheidend lag diese schreckliche Entwicklung an der zermürbenden Kriegsführung des Ersten Weltkrieges: Wenige Meter Raumgewinn in langer Zeit und verlustreiche Stellungskämpfe prägten die Schlachten. Die Ausstellung im ersten Stock von Schloss Burgau stellt genau diese militärische Facette des Krieges in den Fokus.

Mit eindrucksvollen Biografien, Kriegstagebüchern, Stellungsmodellen und Relikten aus der Kriegszeit versuchen die Organisatoren des Stadtmuseums und des Kulturbetriebs der Stadt das Grauen des Stellungskrieges ansatzweise nachvollziehbar zu machen. „Das Thema Krieg ist jedoch alles andere als museal“, mahnt Larue und erinnert an die momentanen politischen Unruhen in Osteuropa.

Nach der Begrüßung vom Bürgermeister und dem Leiter des Stadt- und Kreisarchivs und kommissarischen Leiter des Kulturbetriebs, Helmut Krebs, gestalteten Walter Ullrich, Intendant der Landesbühne Rheinland-Pfalz und Gitarrist Markus Muschenich von der Musikschule Düren die Eröffnung. In fünf Episoden erzählte Ullrich mit den Gedichten des Dürener Heimatdichters Josef Schregel die Entwicklung von der Euphorie 1914 bis hin zur Kriegsmüdigkeit 1918. Passend untermalt wurden die Gedichte durch schwere Gitarrenmelodien.

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