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Süchtiger Dieb von DNA-Analyse überführt

Von: mv
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Düren. Im Oktober 2009 wurde in Langerwehe die Fensterscheibe eines Reisebüros eingeschlagen. Ein Dieb stieg ein und ließ Geld mitgehen.

Eine DNA-Analyse brachte die Kripo jetzt auf die Spur des Mannes. Er musste sich am Donnerstag vor Gericht verantworten.

Der Angeklagte ist 39 Jahre alt, gelernter Bäcker und schon lange süchtig nach Heroin und Kokain. Er wurde aus dem Gefängnis in Rheinbach heraus vorgeführt, wo er wegen Diebstählen sitzt.

1995 wurde er wegen Diebstahl in 34 Fällen verurteilt, 1997 gab es eine Verurteilung wegen Diebstahl in sieben Fällen. 1999 stand er wieder wegen Diebstahl vor Gericht und wurde verurteilt. Und so ging es mit ihm weiter bis 2011, wo er wegen schweren Diebstahls in vier Fällen in Haft geriet.

Die Straftaten fanden in Düren, aber auch in Eschweiler und Stolberg statt. Als gefangen in einem Kreislauf sah ihn sein Anwalt: Er brauche Drogen, habe kein Geld, breche irgendwo ein, komme in Haft, wieder raus und brauche dann Drogen.

An den Einbruch in Langerwehe erinnerte sich der Angeklagte nicht besonders gut. Er soll damals etwa 500 Euro, 26 Reisegutscheine und ein Brautkleid mitgenommen haben. Als Arbeitsloser habe er kein Geld gehabt, wohl aber einen hohen Suchtdruck verspürt. Zu dem Zeitpunkt sei er „auf dem Höhepunkt meiner Sucht” gewesen. Er habe ständig Angst gehabt, auf Entzug zu kommen. Und er meinte, die Vorwürfe träfen zu, aber das Brautkleid und die Reisegutscheine habe er nicht genommen, „was sollte ich auch damit?”

Aus dem Gefängnis heraus hat sich der Mann kürzlich um eine Therapie bemüht, die auch bewilligt wurde. Um die Therapie im Mai zu beginnen, hat er schon die Lehre als Koch im Gefängnis abgebrochen. Eine Ausbildung, die ihm sehr wertvoll erschienen sei. Doch will er als Erstes endgültig von der Sucht wegkommen.

Der Staatsanwalt wollte ihn unter Einbeziehung anderer Strafen für zwei Jahre und drei Monate hinter Gitter schicken. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Anne Utzelmann entschied sich für nur zwei Jahre. Und: Der Mann darf im Mai die Therapie antreten.
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