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Suche hat sich gelohnt: 70 Münzen gefunden

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Bei Nörvenich gefunden: Denar (Silber), der in Rom 233 n.Chr. geprägt wurde. Die Münze zeigt Kaiser Serverus Alexander (222 bis 235 n. Chr.)

Nörvenich. Im Nörvenicher Gemeindegebiet, in der Nähe des Neffelbachs, kreuzten sich zwei bedeutende römische Straßen. Dort bildete sich die vermutlich größte römische Siedlung im Kreis Düren. Der Nörvenicher Heimat- und Geschichtsverein hat nach längeren Bemühungen vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und dem Eigentümer nunmehr das Recht erhalten, auf diesem denkmalgeschützten Areal des vicus (Dorfes) „qualifizierte Begehungen” durchzuführen.

Mit insgesamt neun Metalldetektoren suchten die Mitglieder des Archäologie-Ausschusses, unterstützt von ehrenamtlichen Mitarbeiter des Bodendenkmalamtes, das weitläufige Römerfeld ab. Das Ergebnis von drei Begehungen konnte sich sehen lassen: Unter anderem fanden sich mehr als 70 römische und keltische Münzen.

„Ein großartiges Ergebnis, trotzdem ist hier Gefahr im Verzug”, stellte der Vereinsvorsitzende Wilhelm Esser fest.

Selbst in den Nächten vor den Begehungen waren wieder illegale Akteure auf den Feldern unterwegs, wie frische Fuß- und Grabungsspuren auf dem unlängst gepflügten Areal unschwer erkennen ließen. Der Verein ist fest entschlossen, soviel Zeugnisse der reichen antiken Geschichte Nörvenichs wie mögliche für die wissenschaftliche Auswertung sicherzustellen.

Besiedlungszeit nachweisen

Herausragende Funde waren acht römische Silberdenare, Teile von römischen Gewandnadeln, so genannte Fibeln, sowie eine Beilklinge aus der Jungsteinzeit. Alle Funde gehen zuerst zum Bodendenkmalamt des LVR nach Nideggen-Wollersheim. Auf die wissenschaftliche Auswertung darf man gespannt sein.

Danach wird der Heimat- und Geschichtsverein in einer Informationsveranstaltung, so wurde versprochen, der interessierten Öffentlichkeit die Bodenschätze präsentieren.

Die ältesten Münzen stammen von 20 v. Chr., die jüngsten aus dem Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. „Damit können wir eine Besiedlungszeit unseres Ortes von rund 400 Jahren durch die Römer nachweisen”, unterstreicht der Leiter des Archäologie-Ausschusses Klaus Mühlauer die Bedeutung dieser Funde.

Wer Interesse an einer Mitarbeit an den Aktionen des Heimat- und Geschichtsvereins zur Rettung des kulturellen Erbes hat, sollte zu Kontakt aufnehmen. Als Ansprechpartner stehen Klaus Mühlbauer, Telefon 02426 - 53 22, und der Geschäftsführer des Vereins, Josef Koop, Telefon 02426 - 46 20, zur Verfügung.
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