Sturmtief im Kreis Düren: Stromausfälle und eingestellter Busverkehr

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In höheren Lagen gab es für Autos nur mühsames Vorankommen. Symbolbild: Andreas Gabbert

Kreis Düren. Das Sturmtief „Egon“ hat den Kreis Düren am Freitag unterschiedlich stark getroffen. Während das große Chaos im Flachland rund um Düren bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ausblieb, weil auch die Räumdienste wie in Niederzier bereits gegen 3.30 Uhr im Einsatz waren, ging in den Höhenlagen der Eifelkommunen teilweise nichts mehr.

Die Dürener Kreisbahn musste die Linie 210 zwischen Nideggen und Schmidt am Freitagmorgen einstellen. Auf der Linie 211 konnten Thuir, Muldenau und Berg nicht angefahren werden. Wegen umgestürzter Bäume wurde die Panoramastraße (L 218) zwischen Schmidt und Vossenack am Mittag gesperrt. Bereits am frühen Morgen war es auf der B399 bei Gey zu einem Engpass gekommen. Weil ein Lkw liegengeblieben war, war die Bundesstraße zeitweise nur einspurig befahrbar.

Die meisten Verkehrsteilnehmer reagierten angepasst auf den Wintereinbruch: In den besonders kritischen Morgenstunden registrierte die Polizei ganze drei witterungsbedingte Unfälle, bei denen eine Person leicht verletzt wurde. Summierter Schaden: gut 13.000 Euro. In elf Fällen mussten Polizei und Feuerwehr bei umgestürzten Bäumen, Bauzäunen und liegengebliebenen Fahrzeugen helfen.

Von 3.27 bis kurz nach 5 Uhr

In der Nacht zum Freitag kam es in zahlreichen Orten im Kreisgebiet zu kurzzeitigen Stromausfällen. Aufgrund des Sturms war um 3.27 Uhr ein Transformator des Übertragungsnetzbetreibers Amprion im Umspannwerk Dahlem in der Eifel in die Knie gegangen. „Dadurch konnte die RWE-Tochter Westnetz zeitweise nicht mit Strom versorgt werden“, erklärte Amprion-Sprecher Andreas Preuß auf Nachfrage.

Die Versorgung konnte zwar binnen 14 Minuten über andere Transformatoren wiederhergestellt werden, trotzdem kam es aufgrund der Witterung bis kurz nach 5 Uhr immer wieder zu Stromausfällen, die teilweise nur wenige Sekunden andauerten. Betroffen waren nach Angaben von Westnetz-Sprecherin Edith Feuerborn vor allem die Gemeinden Langerwehe und Niederzier, im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düren unter anderem Merken, Arnoldsweiler und Teile von Birkesdorf, wie eine Sprecherin erklärte. Aber auch in anderen Orten kam es zu Spannungsschwankungen, die sich in flackerndem Licht bemerkbar machten. In Düren und Heimbach fielen auch einige Ampeln aus.

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