Stromsparhelfer zeigen, wie man Strom sparen kann

Von: Sandra Kinkel
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Derzeit werden bei In Via in Düren Langzeitarbeitslose zu qualifizierten Stromsparhelfern ausgebildet. Seit einigen Tagen sind die Männer auch schon in der Stadt unterwegs. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Udo Diezel macht einen total engagierten und auch zufriedenen Eindruck. Er scheint so richtig in seinem Element zu sein, wenn er erzählt, wo und wie man überall Strom und Wasser sparen kann. Herr Diezel berichtet von Energiesparlampen, von speziellen Duschköpfen, aber auch von Perlatoren für Wasserhähne, die den Wasserverbrauch verringern.

Der Mann ist ausgebildeter Stromsparhelfer. Und gehört damit zu den ersten zwölf Eneriesparexperten, die derzeit bei In Via in Düren ausgebildet werden.

Die Idee, die hinter dem Projekt steht, ist denkbar einfach, aber auch denkbar gut: Langzeitarbeitslose werden zu Energiesparberatern geschult und geben Menschen, die ebenfalls Leistungen aus dem Sozialgesetzbuch II, also Hartz IV, Grundsicherung oder Wohngeld, beziehen, wertvolle Tipps, wie sie bis zu 100 Euro jedes Jahr an Energiekosten einsparen können.

Gleichzeitig haben die Stromsparhelfer die Möglichkeit, die Haushalte mit Materialien zu versorgen, die beim Einergiesparen helfen. Udo Diezel: „Diese Sachen, wie Energiesparlampen oder Duschköpfe oder Steckerleisten können wir unseren Kunden verschenken. Im Durchschnitt können wir pro Haushalt 70 Euro ausgeben.”

Pro Haushalt machen die Stromsparberater zwei Besuche. Beim ersten Mal machen die Experten eine Bestandsaufnahme aller elektrischen Geräte und messen deren Verbrauchswerte. Beim zweiten Mal gibt es dann qualifizierte Tipps, wie effizient Strom gespart werden kann.

Bundesweit wird das Projekt derzeit an 60 Standorten durchgeführt, in Düren betreut der Verein „In Via - Katholische Mädchensozialarbeit” die angehenden Stromsparhelfer. Mit im Boot sind zudem der Deutsche Caritasverband, der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie die Stadtwerke Düren, das RWE und die Jobcom des Kreises Düren.

Norbert Schoeller, Geschäftsführer von In Via: „Im Augenblick sind wir dabei, Haushalte zu finden, die unsere Arbeit in Anspruch nehmen. Die Hemmschwelle bei den Leuten ist hoch, weil sie unsere Stromsparhelfer natürlich in ihre Wohnung lassen müssen.”

Die ersten Hausbesuche haben Udo Diezel und seine Kollegen aber mittlerweile gemacht. „Und jetzt läuft die Mund-zu-Mund-Propaganda”, so Diezel. „Unsere ersten Kunden waren zufrieden und jetzt melden sich mehr. Es braucht sich auch keiner Sorgen zu machen: Wir behandeln alle Daten streng vertraulich.”

Zeitlich ist das Projekt der Stromsparhelfer bis Dezember 2010 begrenzt, danach hoffen Udo Diezel und seine Mitstreiter auf einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt.
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