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Streit um Neubau einer Rettungswache in Rölsdorf

Von: inla
Letzte Aktualisierung:
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Um den Neubau einer Rettungswache in Düren-Rölsdorf ist ein Streit entbrannt. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Um den Neubau einer Rettungswache in Düren-Rölsdorf ist ein Streit entbrannt. Die „Ampel“-Koalition will prüfen lassen, ob das rund drei Millionen Euro teure Gebäude über die kreiseigene Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) gebaut werden kann.

Dagegen sprechen sich unisono die CDU, vor allem aber auch die Dürener Verwaltung aus.

Der Hintergrund: Die Stadt muss als „große kreisangehörige Gemeinde“ laut Rettungsgesetz NRW eine Rettungswache betreiben. Der Standort in Rölsdorf ist notwendig, um die – ebenfalls gesetzlich vorgegebenen – Fahrtzeiten zum Unglücksort einhalten zu können. Notwendig ist es überdies, eine Desinfektionsstelle einzurichten. Nach einem Architektenentwurf würde das Projekt mit knapp drei Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Summe muss von der Stadt Düren finanziert werden. Das Rathaus erhält das Geld aber über eine Gebührenerstattung der Krankenkassen zurück.

Um die Summe allerdings vorfinanzieren zu können, muss die Stadt andere, bereits in den Haushalt eingestellte Investitionen verschieben. Unter anderem geht es um die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume des Burgau-Gymnasiums, die Sanierung des Lehrschwimmbeckens an der Grundschule Derichsweiler oder Arbeiten an der Schillingsstraße in Gürzenich.

Die „Ampel“, bestehend aus SPD, Grünen, Linken und FDP will die Rettungswache über die GIS bauen lassen, um Kosten zu sparen. Die GIS würde als Investor auftreten und die Wache an die Stadt vermieten. Die Stadt hält von diesem Modell nichts. Sie befürchtet Qualitätseinbußen, weil sie die Arbeiten nicht selbst kontrollieren könne, wie es im Fachausschuss hieß. Zudem sei es nicht kostengünstiger, die GIS einzuschalten. Zur Finanzierung der Wache böten sich noch andere Optionen, sagte Kämmerer Sievers. Es geht um Projekte, die die Stadt aus personellen Engpässen zunächst nicht realisieren könne.

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