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Streit um die Umgehungestraße für Gey geht in die nächste Runde

Von: mv
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Gey. Die Umgehungsstraße von Gey ist offiziell eingeweiht und wird fleißig befahren. Umweltschützer haben allerdings nach der Fertigstellung bemängelt, dass nicht alle Auflagen, die Natur betreffend, so umgesetzt wurden, wie man es verabredet hatte.

Als Ortsvorsteher von Gey, der jahrelang für den Bau der Straße gekämpft hat, ärgert sich Helmut Rösseler besonders über die Vorwürfe. Und auch bei Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch stoßen die Naturschützer auf wenig Verständnis.

Bisweilen polemisch fallen die Äußerungen von Rösseler aus. Er meint, die Umweltschützer hätten „mit maßlos überzogenen Forderungen” den Bau der neuen Straße übertrieben teuer gemacht. Jeder Bürger könne sich „den Wahnsinn zwischen Gey und Straß” ansehen, der dort für Frösche veranstaltet worden sei. Doch damit nicht genug. Jetzt werde behauptet, die Frösche könnten höher als die Leitbleche und die Tunnel hüpfen.

„Übersprunggitter für Frösche von 60 Zentimeter Breite wurden an zwei in die Kreisstraße mündende Wirtschaftswege eingebaut, mit sechs Zentimeter breiten Schlitzen, die bei Radfahrern, Kindern, Spaziergängern und Hunden garantiert zu Unfällen führen”, befürchtet Rösseler. Insgesamt hätte man, laut Ortsvorsteher, schon für 20 Prozent der Kosten von Krötentunneln und Leitblechen „den Fuß-Radweg nach Straß finanzieren können”.

Als Ausgleich für die Ortsumgehung sei mit zwei Laichgewässern ökologisch 1000 mal mehr entstanden als jemals dort vorher war. „Aber auch hier muss gemeckert werden, ob der Teich ein paar Meter zu weit nach rechts oder links gebaut worden ist, oder in einer Feuchtwiese.” Aushub aus den Teichen habe wertvolles Magergrünland (normale Kuhwiese) bedeckt, so die Vorwürfe der Naturschützer. In einem Jahr bilde sich aber dort wieder Grünland, „ganz von allein, ohne jede Kosten”, hält Rösseler dem entgegen.

Die Biologische Station des Kreises Düren „spielt auch mittlerweile in punkto Kostentreiber im Umweltschutz eine unrühmliche Rolle”, will Rösseler bemerkt haben und schießt auch gegen den Landrat als Dienstherrn der Station.

Zum Einsatz der Bio-Station für die Fledermäuse in den Bunkern wird vom Ortsvorsteher von Gey mitgeteilt: „Auch ohne übertriebene, militante Schutzmaßnahmen wird es nach der Ära Körber noch genügend Fledermäuse im Kreis Düren geben.”

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