Streit um das Nideggener Jugendforum

Von: bugi
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Noch in der Planung: Eine Skaterbahn für Nideggen. Foto: stock

Nideggen. Als „Totschlag für unsere Demokratie“ wertet Nideggens FDP-Fraktionsvorsitzender Udo Hensch die Entscheidung des Landesbeauftragten Ralph Ballast, das Nideggener Kinder- und Jugendforum einzustellen – aus Kostengründen.

„Mir ist sehr daran gelegen, dass den Kindern und Jugendlichen eine parteioffene Diskussionsmöglichkeit erhalten bleibt“, argumentiert Hensch und fordert die Verwaltung auf, die Kosten für das vom Nideggener Sozialausschuss im Februar 2011 beschlossene Forum offen zu legen. Hensch: „Es wird mir sicherlich gelingen, das notwendige Geld aufzutreiben, damit die Kinder- und Jugendlichen ideologiefrei informiert werden können.“

Getagt hatte das Nideggener Kinder- und Jugendforum nur in 2011, allerdings mit praktischen Ergebnissen. So reparierten Jugendliche in Begleitung von erwachsenen Paten damals zum Beispiel das Bushäuschen in Abenden. Ebenfalls auf dem Plan standen die Renovierung des Spielplatzes in Embken und des Bushäuschens in Wollersheim. Weiteres Ergebnis: zusammen mit der Stadt sollten Planungen für eine Skaterbahn in Angriff genommen werden.

Zu weiteren Treffen des Forums kam es dann nicht mehr, weil der Personalaufwand für die Verwaltung bei vielen vakanten Stellen zu hoch war. Stattdessen setzte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer auf Bildungsangebote für Kinder. So stand in 2012 auf Einladung von Gudrun Zentis eine Fahrt zum Landtag auf dem Programm. Das soll in diesem Jahr mit Schülern der 4. Klassen wiederholt werden. Die Finanzierung der Fahrt ist gesichert. Ebenfalls ist für Schüler der 4. Klassen ein Besuch des Rathauses geplant. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer: „In dem Zusammenhang soll auch die Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung – vielleicht in Form eines Rollenspiels – für die Kinder transparent gemacht werden. Ich denke dies ist eine gute und auch machbare Alternative zu dem wesentlich aufwändigeren Kinder- und Jugendforum.“

Noch nicht ad acta gelegt ist das Projekt Skaterbahn. Auf 30.000 bis 50.000 Euro hatte die Stadt die Kosten veranschlagt. Göckemeyer: „Wir müssen einen Standort finden, an dem keine Kosten für den Bau des Untergrundes entstehen. Dann kann die Skaterbahn kostengünstiger realisiert werden. Wenn es konkret wird, hat man auch die Möglichkeit, Sponsoren zu finden.“

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