Streit an der Wasserrutsche: Viel Arbeit für die Polizei an Seen und Freibädern

Von: bj/pol
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Dürener Badesee
Viel Arbeit für die Polizei an Seen und Freibädern: Vor allem am Dürener Badesee häuften sich die Einsätze. Foto: D. Engels

Düren/Jülich. Nicht nur für die Bademeister gab es an den Seen und Freibädern der Region bei hochsommerlichen Temperaturen viel zu tun. Auch die Polizei verbrachte einen Teil des Wochenendes in der Nähe der erfrischenden Schwimmbereiche - allerdings aus eher unerfreulichen Gründen.

Am Samstag und am Sonntag suchten zig Tausende die Abkühlung in den Freibädern und an den Badeseen im Kreis Düren. Kein Wunder also, dass die Menschenmassen und Autoansammlungen der Polizei eine Reihe zusätzlicher Einsätze bescherte.

Schwerpunkt war dabei eindeutig der Badesee in Gürzenich, in dessen weitem Umfeld die Menschen die Autos geparkt hatten. Es kam zu zwei kleineren Verkehrsunfällen, bei denen jedoch nur Sachschaden entstanden war. Darüber hinaus musste die Polizei zwei Mal anrücken, um Streit zu schlichten. Um es mit den Worten der Einsatzkräfte zu formulieren: „Mit erhitzten Gemütern wurden erfolgreich abkühlende Gespräche geführt.” Zudem gab es ein paar rücksichtslose Falschparker, die andere behindert hatten.

Bei sommerlichen Temperaturen kamen auch die Diebe auf Touren: Zwei Mountainbikes wurden gestohlen - eines davon war nicht mal abgeschlossen. Unvorsichtig waren auch zwei junge Frauen, die während des Badens ihre Wertsachen unbeobachtet in einer Strandmuschel zurück ließen. Als sie zurück kamen, waren die beiden Smartphones verschwunden. Die Heimreise ohne Handy trat ein weiterer Badebesucher an: An seinem Wagen wurde eine Scheibe eingeschlagen.

Glück hatte am Echtzer Badesee ein Rollerbesitzer aus Düren. Das in der Nacht zum Sonntag am Haupteingang zurück gelassene Gefährt war beschädigt worden und hatte auch seinen Stellplatz unfreiwillig verändert. Offenbar sollte das Moped geklaut werden, aber ohne Erfolg. Erfolgreich entwendet wurden allerdings zwei Autokennzeichenschilder.

Handgreiflich zur Sache ging es am Sonntag nach 14 Uhr am Echtzer Badestrand. Zuerst gab es offenbar Streit an der überfüllten Wasserrutsche zwischen zwei Frauen. Eine der Kontrahentinnen, eine 20-Jährige aus Roetgen, wurde kurz darauf von einem mutmaßlichen Begleiter ihrer Widersacherin und einem weiteren Mann zur Rede gestellt und geschlagen.

Als ihre 23-jährige Begleiterin aus Aachen zur Hilfe eilte, wurde auch sie von einem der Unbekannten äußerst grob angegangen. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Der beschriebene Täter, ein Heranwachsender, hatte sich vor Eintreffen der Polizei mit seiner Gruppe entfernt.

Der Betreiber des Freibades in Nideggen-Abenden ärgerte sich über Unbekannte, die er am Sonntagabend kurz vor Mitternacht auf dem Gelände antraf, die dann aber flüchteten. Nicht nur er macht jeden Sommer die Erfahrung, dass Unberechtigte nachts die Zäune überwinden und dann kostspieligen Unfug treiben. Zurück bleiben nicht selten Schäden oder Verschmutzungen. Auch jetzt war durch das Überklettern ein Schaden an der Zaunanlage zurück geblieben. Die Polizei hat eine Strafanzeige gestellt.

In Jülich hatte eine Personengruppe sich in der Nacht zum Sonntag auf das Freibadgelände am Stadionweg begeben. Bei Eintreffen der Polizei rannten geschätzt ein Dutzend Nachtbader in die Dunkelheit davon. Und dann wurden am Sonntag auch noch zwei Spiegel von Mofarollern abgeschraubt und von Unbekannten mitgenommen. Ob es der sportive Carbonlook der Spiegelgehäuse war, der zum Diebstahl verleitete, oder der Täter an sich selbst seine Sonnenbräune bewundern wollte, steht derzeit nicht fest.
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