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Stören spielende Kinder das Gedenken?

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:

Nörvenich. Ehrendes Gedenken und spielende Kinder - verträgt sich das? Nein, meint der Heimat- und Geschichtsverein der Gemeinde Nörvenich. Ja, sagen Kommunalpolitiker aller Parteien.

Im Nörvenicher Schlosspark erinnert seit dem 16. November 2008 eine Gedenktafel an das Schicksal das jüdischen Mädchens Marianne Hermanns und anderer in der Nazi-Zeit verschleppter und getöteter früherer jüdischer Mitbürger.

Die Tafel stand bisher allein auf weiter Flur. Nach der Erweiterung des Kinderspielplatzes sind eine Wippe und die Stahlhalterung einer Seilbahn ziemlich nahe an die Gedenktafel herangerückt.

„Unsensibel und gedankenlos”

In einer von fünf Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins unterzeichneten Protestnote wird das Vorgehen in dieser Frage als „unsensibel und gedankenlos, in mancher Hinsicht gar pietätlos” bezeichnet. Das Schreiben ist an den Gemeinderat gerichtet und stand am Donnerstagabend im Hauptausschuss zur Debatte. In der kurzen Diskussion wurde deutlich, dass nicht einziges Ausschussmitglied die Meinung der Beschwerdeführer auch nur im Ansatz teilt.

Sprecher von CDU und SPD bezeichneten die Eingabe als „nahezu unverschämt”. Einstimmig lehnte der Ausschuss die Forderung des Heimat- und Geschichtsvereins ab, die besagten Spielgeräte von der Gedenktafel wegzurücken.

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