Düren - Stimmen der CDU aus dem Kreis Düren reichen nicht

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Stimmen der CDU aus dem Kreis Düren reichen nicht

Von: oha
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Düren. Armin Laschet hat seinen Heimvorteil genutzt, doch am Ende reichten die Stimmen aus dem Kreis Düren nicht zum Sieg. Norbert Röttgen wird neuer Landesvorsitzender der CDU.

Dabei hatten die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Düren ihre Meinung deutlich geäußert: 1168 Christdemokraten haben für den Armin Laschet gestimmt. Auf seinen Kontrahenten, Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, entfielen 699 Stimmen.

3521 Christdemokraten waren kreisweit stimmberechtigt. 1873 gingen zur Urne. 1808 nutzten die Briefwahl. In der Kreisgeschäftsstelle in Düren gaben dann noch 48 Mitglieder ihre Stimmen ab, in Jülich erschienen 17 Christdemokraten zum Urnengang.

„Etwas enttäuscht” vom Ausgang des Urnenganges war am Dienstag noch der Dürener stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, Hermann-Josef Geuenich. Er hatte im Vorfeld der Wahl keinen Hehl daraus gemacht, dass er Laschet bevorzugt hätte. Aus rein sachlichen Gründen: „Die beiden Ämter Bundesumweltminister in Berlin und CDU-Vorsitzender in NRW zu verbinden, kann zum Problem werden. Zwei Dinge nur halb zu machen, das darf nicht sein.”

Gregor Maxrath, CDU-Fraktionschef im Niederzierer Rat, hatte beiden Kandidaten gleich gute Chancen eingeräumt. Der CDU-Politiker ist sich sicher: „Wenn Laschet sich jetzt als Vize zur Verfügung stellt, dann haben wir eine schlagkräftige Truppe im Landtag.” Die sei wohl auch vonnöten, um in den eigenen Reihen in Düsseldorf aufzuräumen, die während des Wahlkampfes in so manches Fettnäpfchen getreten seien. Maxrath: „Da benötigt Röttgen schon eine eiserne Hand.”

CDU-Kreisparteivorsitzender Karl Schavier sprach angesichts der Wahlbeteiligung von über 53 Prozent von einem „hervorragenden Ergebnis”, das beweise, „dass die CDU-Mitglieder zu motivieren seien”. Dass Laschet im Kreis ein so deutliches Ergebnis verbuchte, überraschte Schavier nicht: „Er hat seinen Heimvorteil genutzt.” Der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz hatte „mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet.” Die hohe Wahlbeteiligung bezeichnete Wirtz dennoch als Überraschung: „Alles über 40 Prozent wäre für mich schon ein Erfolg gewesen.” Auch für seinen Landtagskollegen Rolf Seel stand bereits vor dem offiziellen Endergebnis fest: „Ob Laschet oder Röttgen - jeder ist ein guter Vorsitzender.” Samstag wird der neue CDU-Chef in Bonn gewählt.
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