Stilvolle und nachdenkliche stimmende Gitarrenmusik

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Neben dem Gitarristen Fedor Volkov beherrschte eine Skulptur von Luise Kött-Gärtner die Bühne: Die Kugel war mit aktueller Berichterstattung über die Krimkrise gefüllt. Foto: Ulrike Schwieren-Höger

Heimbach. Still war es, andachtsvoll still, als der Gitarrist Fedor Volkov das katalanische Lied „El Noi de la Mare“ interpretierte, eine innige Verehrung der Mutter Gottes. Das Stück war einer der Höhepunkte des Frühlingsgitarrenkonzerts, zu dem die „Jungen Alten“ gemeinsam mit der Heimbacher Galerie „treppauf-treppab“ eingeladen hatten.

Wie es die derzeit krisengeschüttelte politische Lage will, wurden die gefühlvollen Klänge untermalt von der Sorge um den Weltfrieden: Neben Fedor Volkov beherrschte die Skulptur „Gemeinsam sind wir stark“ von Hausherrin und Bildhauerin Luise Kött-Gärtner die Bühne: Drei Bronzefiguren tragen eine Kugel, gefüllt mit Zeitungen der letzten drei Wochen, in denen Artikel über die Ukraine und die Krimkrise die Schlagzeilen bestimmten. Das Zusammenspiel von Musik und Politik war kein Zufall: Der Ukrainer Fedor Volkov, in Mechernich lebender Musiker und Gitarrenlehrer, blickt derzeit voller Sorge auf die Geschehnisse in seiner Heimat, denn seine Mutter lebt in Chernihiv, 120 Kilometer nördlich von Kiew, und sein Bruder berichtet als Journalist aktuell über die Ereignisse, deren Verlauf Volkov mit größter Sorge erfüllen.

Vor allem leise Klänge

Der Stimmungslage des Gitarristen entsprechend waren es deshalb vor allem die leisen Klänge, die das Publikum verzauberten: Die wunderbare Interpretation eines Satzes aus dem „Concerto de Aranjuez“ von Joaquin Rodrigo etwa oder „La Muerte del Angel – Der Tod des Engels“ von Astor Piazzolla. Ein Lächeln zauberte Volkov auf die Gesichter der Zuschauer mit seinem zarten Vortrag des Volkslieds „Kommt ein Vogel geflogen“, das schon Baden-Powell für die Gitarre entdeckt hat.

Lang anhaltender Beifall

Mit dem temperamentvollen „Tango en skai“ von R. Dyans eroberte Volkov endgültig die Herzen der Zuhörer, die so zahlreich gekommen waren, dass sogar noch Plätze auf der Galerie und auf Gartenstühlen gesucht werden mussten.

Lang anhaltender Applaus war dem Gitarristen sicher für einen stilvollen und nachdenklich stimmenden Abend. ush

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