Kreis Düren - Stellenangebot für Zivis könnte deutlich schrumpfen

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Stellenangebot für Zivis könnte deutlich schrumpfen

Von: bugi
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Kreis Düren. Es gab Zeiten, da arbeiteten beim Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes mehr als 20 Zivildienstleistende. „Derzeit sind es nur noch acht”, weiß DRK-Geschäftsführer Hans-Dieter Vosen.

Mit der ständigen Verkürzung der Zivildienstzeit hat man beim DRK Stellen abgebaut, in einigen Bereichen werden Zivis schon gar nicht mehr eingesetzt. Mit der von der Großen Koalition jetzt beschlossenen weiteren Kürzung des Ersatzdienstes auf sechs Monate ab dem kommenden Jahr wird diese Tendenz wohl weiter gehen.

Im Rettungsdienst setzt das DRK schon länger keine Zivis mehr ein, die Zeit ist schon bei neun Monaten einfach zu kurz. Der Behindertenfahrdienst und die Pflege stehen als Arbeitsbereiche laut Vosen noch zur Verfügung. Noch.

„In der Pflege werden wir auf Dauer auf Zivis verzichten”, sagt Vosen. Das sieht Geschäftsführerin Corinna Beck beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Düren ähnlich. „Zivis müssen zunächst eingearbeitet und ausgebildet werden und Schulungen mitmachen. Bei nur neun Monaten Dienst ist das schon schwierig.” Soll heißen: Bei sechs Monaten ist es nahezu unvorstellbar.

Der Paritätische setzt seine Zivis für Fahrdienste bei der Lebenshilfe und in den Rurtalwerkstätten ein. „Im Bereich der Behindertenhilfe geht es auch um Beziehungsarbeit - ein Wechsel alle halbe Jahre ist da sehr schwierig für die betroffenen Menschen”, so Frau Beck. Bundesweit wird sich der Paritätische deshalb aus dem Zivildienst zurückziehen. Der AWO-Kreisverband hat schon vor Jahren die Zivistellen abgeschafft.

Damals schon spielten die Kosten eine Rolle, sagt Kreisvorsitzender Johannes Veith. Und in den Kindergärten könne man auch nicht jeden jungen Mann einsetzen. So setzt nur noch der Bezirksverband Zivis in den Seniorenzentren ein. Entspannter betrachtet man die Diskussion um die Verkürzung des Ersatzdienstes bei der Caritas Trägergesellschaft West.

Pressesprecher Kaya Erdem: „Die Zivildienstleistenden werden im Rahmen ihrer Fähigkeiten eingesetzt. Viele nutzen die Zeit, um sich beruflich zu orientieren.” Und das würden sie auch künftig tun. „Die jungen Männer, die zu uns kommen, haben klare Vorstellungen. Selbst in vier Wochen an der Seite eines Profis kann man sehr viel lernen.”
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