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Steht Nideggener CDU vor einer Zerreißprobe?

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Nideggen. Seit Monaten schwelt in der tief zerstrittenen Nideggener CDU die Auseinandersetzung um eine entscheidende Frage: Wer soll als Bürgermeisterkandidat oder -kandidatin für Nideggens CDU ins Rennen gehen?

Am Montag wird diese Frage auf der CDU-Delegiertenversammlung im Gasthof Stupp in Wollersheim entschieden.

Gleich drei Lager gibt es in der Partei. Die Befürworter des CDU-Fraktionsvorsitzenden Walter Obladen, der sogar schon als offizieller Kandidat ausgerufen war und vom Parteivorstand zugunsten eines gemeinsamen Kandidaten mehrerer Parteien gekippt wurde und natürlich die Mitglieder, die auf die parteilose Margit Göckemeyer aus Leverkusen setzen, die von CDU, SPD, Grünen und Unabhängigen nach einer Stellenausschreibung in einem gemeinsamen Auswahlverfahren zur Bürgermeisterkandidatin von vier Parteien gekürt wurde.

Und selbst Bürgermeister Willi Hönscheid - immerhin in den letzten Wahlgängen der Kandidat der CDU - findet in den christdemokratischen Reihen noch genügen Unterstützung. Er steht am Montag aber nicht zur Wahl.

„Heimspiel” für Obladen

Maximal 31 Delegierte werden es sein, die bei Margit Göckemeyer oder Walter Obladen ihr Kreuz machen müssen. Obladen hat als Fraktionsvorsitzender ein „Heimspiel”, kann in seiner Vorstellung den Delegierten erläutern, wie er sich seine Arbeit als Chef einer Verwaltung vorstellt.

Margit Göckemeyer hat sich gerade erst vor zwei Wochen auf einer Mitgliederversammlung der Partei präsentiert. Rund 40 CDU-Mitglieder waren erschienen - das zeugt erst mal nicht von einem übermäßig großen Interesse. Wenn Göckemeyer und Obladen am Montag erstmals aufeinander treffen, werden die Delegierten mit Sicherheit auch beobachten, wie beide miteinander umgehen.

Es wird mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Und das birgt diverse Risiken. Sollte sich Frau Göckemeyer durchsetzen, wird Obladen dies akzeptieren. Das hat er vor zwei Wochen schon angekündigt. Befürchtungen, er könnte auf eigene Faust als zusätzlicher Bürgermeisterkandidat auch ohne CDU-Ticket antreten, sind damit ausgeschlossen.

Weitere Streitigkeiten drohen

Sollte er aber eine deutliche Abstimmungsniederlage erleiden, dann könnte dies Auswirkungen auf seinen Fraktionsvorsitz haben. Gewinnt Obladen die Abstimmung, könnte der Streit in der CDU erst richtig losgehen. Vorsitzender Albert Weimbs hat sich stets für die gemeinsame Kandidatin ausgesprochen, weil er ihr am ehesten die Leitung der Verwaltung zutraut.

Dass das Tischtuch zwischen Weimbs und Obladen zerschnitten ist, ist ein offenes Geheimnis. Wie eine Zusammenarbeit funktionieren soll, ist unklar. Die Wahl Obladens wäre jedenfalls für Weimbs - wie auch für den ganzen Vorstand - eine politische Niederlage. Auch für Margit Göckemeyer würde es schwieriger werden. Für sie wäre es kein gelungener Start in den Wahlkampf und sie hätte mit Obladen einen zusätzlichen Gegner im Kampf um die Wählerstimmen.

Denn auch in diesem Punkt sind sich viele Beobachter einig: Die Wahl gegen den amtierenden Bürgermeister Willi Hönscheid zu gewinnen, dürfte schwierig werden - egal ob auf dem Wahlzettel der Name Obladen oder Göckemeyer auftaucht.
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