Niederzier - Startschuss für die „Neue Mitte” in Niederzier

Startschuss für die „Neue Mitte” in Niederzier

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Niederzier. Der Startschuss für die Realisierung der „Neuen Mitte” Niederzier ist gefallen. Am Mittwochabend wurde das Projekt in der Rentei offiziell vorgestellt.

Auf dem 12.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Niederzier und Oberzier werden bis zu 70 Wohneinheiten, ein großer Supermarkt sowie ein Versorgungszentrum mit Arztpraxen, Apotheken und kleineren Läden entstehen. Zur „Mitte” gehört ferner ein weitläufiger Platz. Im Frühjahr soll der erste Spatenstich vollzogen werden. Zum Weihnachtsgeschäft im kommenden Jahr soll das Projekt realisiert sein.

„Sie sehen einen glücklichen Bürgermeister”, freute sich Niederziers Verwaltungschef Hermann Heuser. Er erinnerte an die Kommunale Neugliederung im Jahre 1972, als acht teils selbstständige Gemeinden zur Kommune Niederzier zusammen geschlossen wurde. „Von Beginn an fehlte diesem neuen Ort das Zentrum”, blickte Heuser zurück. Seit 2005 gebe es deshalb Überlegungen, dieses Zentrum neu zu schaffen. Und jetzt sei es so weit.

Am Projekt „Neue Mitte” sind zahlreiche Kräfte beteiligt. Sie werden gebündelt von der Entwicklungsgesellschaft Indeland. „Ich bin stolz darauf, dass wir die Wohn- und Lebensqualität in der Region deutlich steigern werden”, sagte deren Aufsichtsratsvorsitzender, Landrat Wolfgang Spelthahn, am Mittwoch.

Starker Partner bei der Verwirklichung des „Leuchtturmprojektes” ist RWE Power. Als Ausgleich für die Verfüllung des Tagebaues Inden mit einem Restsee steuert RWE Power den größten Teil des Geländes für die neue Mitte bei. Außerdem 35 Millionen Euro, die für die Erschließung des rund 12 Hektar großen Geländes und die Baumaßnahmen veranschlagt wurden, so RWE-Bereichsleiter Alois Herbst.

Wohnen, Arbeiten und Einkaufen sollen in der „Neuen Mitte” vereint werden. Etwa 150 neue Jobs würden in diesem Bereich entstehen, versprach Investor Dirk Schlun. Schon jetzt sei eine hohe Nachfrage nach den angebotenen Grundstücken für den neuen Wohnraum (110 Euro pro Quadratmeter) und den Ladenflächen spürbar. 6300 Quadratmeter Verkaufsfläche wird die „Neue Mitte” bieten. Neben dem großen Vollsortimenter (1500 Quadratmeter) wird es einen Discounter (800 Quadratmeter), Arztpraxen (insgesamt 600 Quadratmeter), Apotheken, Boutiquen (1200 Quadratmeter), Optiker, ein Sanitätsfachgeschäft und eine Bankfiliale geben. Hinzu kommt ein Café mit Außenbewirtung.

Die Wohnhäuser sollen umweltfreundlich mit Kraftwärmepumpen beheizt werden. Der große Marktplatz in der Mitte wird einmal die Fläche für den Weihnachtsmarkt, den Wochenmarkt oder die Kirmes bieten. „Wir bauen keine Luftschlösser, das ist eine bodenständige Planung”, versicherte Schlun. Und diese Planung ist ausbaufähig. So brachte Hermann Heuser am Mittwoch auch ein Garni-Hotel im Planungsbereich ins Gespräch. Das Kasino und ein großes Seniorenheim sind ohnehin gleich in der Nachbarschaft. Ebenso wie ein kleines Gewerbegebiet, das zum Projekt gehört. Hermann Heuser war sich denn auch sicher: „Das ist heute ein bedeutsamer, ein guter Tag für die Gemeinde Niederzier.”
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