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Stadtwerke Düren trotzen der Wirtschaftskrise

Von: inla
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Zufrieden: Stadtwerke-Geschäftsführer Heinrich Klocke. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Die Stadtwerke Düren haben sich „trotz eines deutlich verschlechterten Umfelds 2009 gut behauptet”. Dieses Fazit zog Geschäftsführer Heinrich Klocke am Dienstag auf der Bilanz-Pressekonferenz. Unter dem Strich bleibt dem lokalen Energieversorger ein Überschuss von 9,2 Millionen Euro, obwohl die Umsätze um etwa zehn Millionen zurück gegangen sind und gut zwei Millionen Euro mehr investiert wurden als 2008.

Die für Kunden aber wohl wichtigste Botschaft: Bis Ende des Jahres sollen weder der Gas- noch der Strompreis angehoben werden.

Der Umsatzrückgang ist laut Geschäftsführer Klocke auf die Wirtschaftskrise und „mehrere Preissenkungen” zurückzuführen. Vor allem die energieintensive lokale Papierindustrie habe mit Problemen zu kämpfen gehabt, so der Geschäftsführer

Dass das Jahresergebnis insgesamt positiv ausfällt, hat auch mit so genannten Rückstellungen zu tun, die das Unternehmen im Vorjahr bilden musste. Da dieses Geld nicht komplett benötigt wurde, fließen nun rund vier Millionen Euro an Plus in das aktuelle Jahresergebnis ein.

Neben den rückläufigen Verbräuchen zeige auch der zunehmende Wettbewerbsdruck seine Einflüsse auf die Einnahmeseite, sagte Heinrich Klocke. So bemühten sich derzeit rund 60 Strom- und 18 Erdgasanbieter für den Bereich Haushaltskunden in Düren und Merzenich (dem Versorgungsgebiet der Stadtwerke) um Kunden. Die Dürener Stadtwerke haben einen Marktanteil von rund 90 Prozent.

Stadt Düren profitiert

Die Stadt Düren, die mit 25,05 Prozent an den Stadtwerken beteiligt ist, profitiert über die Gewerbesteuer und die Konzessionsabgabe. Sechs Millionen Euro flossen in die Rathaus-Kasse.

Heinrich Klocke sagte weiter, sein Unternehmen werde weiter neue Geschäftsfelder erschließen und den Service ausbauen. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 259 (Vorjahr: 256) weitgehend konstant.

Wie der Geschäftsführer bei der Bilanz-Pressekonferenz weiter ausführte, hätten im vergangenen Jahr zahlreiche örtliche Betriebe von Investitionen der Stadtwerke profitiert. In die Kassen der hiesigen Bau- und Installationsbetriebe seien 5,2 Millionen Euro geflossen. „Ein Beitrag zur aktiven Arbeitsplatzsicherung”, sagt Heinrich Klocke. Rückläufige Besucherzahlen verzeichnet das Hallenbad Jesuitenhof, das von den Stadtwerken betrieben wird. 2009 kamen rund 196.000 Gäste, zirka 13.000 weniger als im Vorjahr.
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