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Stadthallen-Deal scheint vorläufig geplatzt

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Düren. Die Rückübertragung der Stadthalle an die Stadt Düren scheint vorerst gescheitert. Nach Informationen der „DN” hat die Stadt eine entsprechende Frist bis Ende Januar zur Vertragsunterzeichnung verstreichen lassen. Dürens Bürgermeister Paul Larue wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren.

Offenbar kann der Vertrag von der Stadt allerdings auch noch nach Ablauf der Frist unterzeichnet werden, so lange der Vertragspartner die Frist stillschweigend verlängert.

Die Stadt und der jetzige Eigner des Stadthallen-Grundstücks hatten sich zuletzt geeinigt, die Rückübertragung gegen die Zahlung von rund 1,5 Millionen Euro für bisher vorgenommene Umbau- und Abrissarbeiten abzuwickeln. Den entsprechenden Vertrag hatte die Stadt dann dem Kreis als kommunale Aufsichtsbehörde vorgelegt und auch ein entsprechendes Signal erhalten, dass keine Beanstandungen erfolgen würden. Ins Stocken geraten waren die Verhandlungen allerdings, weil plötzlich Forderungen des Generalunternehmers in Höhe von über einer Million Euro im Raum standen. Diese Forderungen sollen aber - wie bereits berichtet - vom Tisch sein.

Warum die Verwaltung, wie vom Stadtrat beschlossen, den Vertrag zur Rückabwicklung nun doch nicht unterzeichnet hat, ist nicht ganz klar. Zwei denkbare Szenarien gibt es derzeit. So ist durchaus vorstellbar, dass man innerhalb der Verwaltung die Vertragsunterzeichnung aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Aachen wegen des Verdachts der Untreue scheut.

Das zweite Szenario ist simpler: So soll es noch ein Problem geben, die Ausgabe von 1,5 Millionen Euro für die Rücknahme des Grundstückes haushaltstechnisch zu verbuchen. Immerhin befindet sich die Stadt im Haushaltssicherungskonzept und muss sich jede Ausgabe genehmigen lassen. Sollte dieses Problem zügig gelöst werden können, würde die Stadt den Vertrag auch unterzeichnen. Dann könnte sie selbst versuchen, das Filetgrundstück in der Innenstadt zu vermarkten, beziehungsweise vermarkten zu lassen.

Pikant wäre dieses Szenario aus einem anderen Grund: haushaltstechnische Probleme sollten gerade durch die Zusammenarbeit mit der Sparkasse umgangen werden - womit sich die Frage stellt, ob die Sparkasse überhaupt bei den Vermarktungsplänen noch mit im Boot sitzt. Immerhin soll eine der Auflagen der Sparkasse gewesen sein, dass der Denkmalschutz für die Stadthalle fällt. Das ist aber möglicherweise schwieriger als zunächst gedacht.
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