Stadthalle: Zukunft nach wie vor ungewiss

Von: inla
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Düren. Seit zehn Jahren ist die Dürener Stadthalle geschlossen. Seit dem hat es verschiedene Pläne für eine weitere Nutzung gegeben, die allesamt nicht verwirklicht wurden. So war vorgesehen, ein Jobcenter an der Bismarckstraße zu installieren.

Ebenso wurde diskutiert, eine große Diskothek in die Stadthalle zu integrieren - alles gescheitert. Seit 2007 war immer wieder von einem 4-Sterne-Hotel mit angegliedertem Geschäftszentrum die Rede. Auch das ist nun zunächst vom Tisch, wie der Fraktionsvorsitzende der CDU, Stefan Weschke, den „DN“ sagte. Der potenzielle Investor, ein Unternehmen aus Hamburg, habe abgewunken, weil die Aktionäre nicht von einem wirtschaftlichen Erfolg überzeugt waren.

Unterdessen hat sich Anfang der Woche ein anderer Interessent ins Spiel gebracht. Er schlägt vor, ein Geschäftshaus zu bauen, das 9500 Quadratmeter Verkaufsfläche bietet. Unter anderem hätte die Spielwarenkette „Toys R Us“ Interesse, ein Ladenlokal zu beziehen, sagte der Projektentwickler dem Fraktionsvorstand der CDU. Zudem wurde ein sogenannter Vollsortimenter genannt, wahrscheinlich die Kette „Kaufland“, die schon einmal Teil der Diskussion war.

Wie CDU-Chef Thomas Floßdorf sagte, könne sich seine Partei mit den Plänen nicht anfreunden. Die Christdemokraten seien nicht davon überzeugt, dass „diese Art Handel ein Gewinn für die City ist“. Nun setzt die CDU auf die Ergebnisse eines Masterplans, der in einem Jahr fertig sein soll und Auskunft gibt, wie sich die Stadt entwickeln könnte. „Wir denken nun in alle Richtungen“, sagte Fraktionschef Weschke. Möglich sei etwa eine Wohnbebauung oder eine Lösung ohne Neu- beziehungsweise Umbau, also eine Nutzung des Areals als Park. Sollte ein Investor kommen, der tatsächlich ein Hotel bauen möchte, „ist auch das weiter möglich“.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Henner Schmidt sagte, nun müsse „wirklich ergebnisoffen nach einer Lösung gesucht werden“. Dazu gehöre Wohnen und Handel. „Es darf keine Vorfestlegungen geben“, sagte Schmidt.

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