Düren - Stadthalle: CDU-Absage zum „Runden Tisch“

Stadthalle: CDU-Absage zum „Runden Tisch“

Von: Burkhard Giesen
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Thomas Floßdorf: „Die Idee die Schützenstraße zu einem Park umzubauen ist seit Jahren der persönliche Masterplan von Frau Schloemer, aber nicht das, was im Rat beschlossen ist.“ Foto: Burkhard Giesen

Düren. Die Reaktion war zu erwarten: Die Dürener CDU wird sich nicht an einem Runden Tisch zur Lösung des Stadthallen-Problems beteiligen. Zumindest dann nicht, wenn die Ampel-Koalition dazu einlädt. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weschke: „Wir werden nicht zu einer SPD-Parteiveranstaltung gehen.“

Den Runden Tisch zum gleichen Thema dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit aber trotzdem geben – und zwar auf Einladung der Stadtverwaltung. Bürgermeister Paul Larue: „Ich habe mit Baudezernent Paul Zündorf vereinbart, dass er zu einem Runden Tisch einladen wird. Zuerst als politische Runde, dann als Arbeitsgruppe, wo alle beteiligten Akteure an den Tisch kommen.“

Das Tuch für den Tisch sieht die CDU aber noch bei viel dringlicheren Themen zerschnitten. „Stadtentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, stellt Weschke fest und hält der Koalition nicht nur Konzeptlosigkeit vor. Die Weierstraße und die Schützenstraße sind die falschen Prioritäten. Die Entwicklung von Kaiserplatz, Kölnstraße und Bahnhofsumfeld sind wichtiger“, argumentiert Weschke.

„Ich habe die Sorge, dass hier alles der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr untergeordnet wird. Dabei geht es um Stadtentwicklung“, ergänzt Larue – und bei dem Thema habe es früher stets einen Konsens gegeben. „Ich sehe die Gefahr, dass der Masterplan aus taktischen Gründen zerfleddert wird“, befürchtet Larue, während CDU-Vorsitzender Thomas Floßdorf darauf verweist, dass eine „Stadtentwicklung, die Hand und Fuß hat, dauert“. Die falschen Prioritäten hält die CDU der Ampel-Verbindung aber auch bei anderen Themen vor: „Es gibt keine Aussagen der Ampel über das gemeinsame Gewerbegebiet mit Langerwehe – weil es die Grünen nicht wollen“, mutmaßt Weschke.

Auch zu den neuen Wohngebieten höre man nichts. Und beim Thema Schulentwicklung befürchten die Christdemokraten die Schließung von bestehenden Schulen. Larue: „Wer eine Sekundar- oder Gesamtschule einrichten will, muss eine Hauptschule, Realschule oder Gymnasium schließen. Gerade bei den Realschule sei man aber inzwischen die einzige Kommune weit und breit, die das Angebot noch offerieren würde. Floßdorf: „Wir werden keine Schule schließen, so lange sie noch nachgefragt wird.“

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