Düren - Stadt Düren will Radfahrer besser schützen

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Stadt Düren will Radfahrer besser schützen

Von: oha
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Auf großen Plänen und vor Or
Auf großen Plänen und vor Ort begutachtete das Radfahrforum um Bürgermeister Paul Larue (rechts) Foto: Ottmar Hansen

Düren. Der Kreis Düren ist als fahrradfreundlicher Kreis ausgezeichnet worden, das verpflichtet. Auch die kreisangehörige Stadt Düren. Hier wird es auf den Straßen rund ums Zentrum demnächst Neuerungen geben, die den Radfahrern das Leben erleichtern sollen. Dem Radfahrforum wurde das Projekt jetzt vor Ort vorgestellt.

Auch Bürgermeister Paul Larue hatte sich neben den beiden Fahrradbeauftragten Uwe Schmitz (Stadt Düren) und Hans-Georg Hellebrand (Kreis Düren) sowie dem Verkehrsausschussvorsitzenden, Peter Koschorreck, aufs Fahrrad geschwungen, um die Punkte einmal abzufahren, wo Verbesserungen für die Radfahrer geplant sind.

Ein großer Gefahrenpunkt für Zweiradfahrer ist derzeit der Kriegerdenkmalplatz (demnächst Platz der deutschen Einheit) im Herzen der Stadt. Der Kreuzungspunkt zwischen Philippstraße, August-Klotz-Straße, Schenkelstraße und Tivolistraße ist stark befahren. Hier rauschen Pkw und Lkw fast pausenlos teils vierspurig vorbei. „Da kann einem als Radfahrer leicht angst und bange werden”, so Schmitz.

Jetzt soll die Kreuzung fahrradfreundlicher gestaltet werden. Unter anderem, indem die Radfahrstreifen vom Straßenrand mehr Richtung Mitte verlegt werden. So sollen Kollisionen mit rechts abbiegenden Pkw vermieden werden. Beispiel August-Klotz-Straße/Schenkelstraße: Am äußersten rechten Rand der Fahrbahn ist die Rechtsabbiegespur, dann folgt der Radfahrstreifen für Radfahrer, die geradeaus in die Philippstraße fahren wollen, daneben kommen zwei Geradeausspuren für Pkw/Lkw und daneben noch die Linksabbiegerspur.

Unsicher sind Radfahrer oft beim Linksabbiegen. Hier werden sie auf dieser Kreuzung künftig zwei Möglichkeiten haben. Beispiel Philippstraße/Schenkelstraße: Wer sich traut, biegt mit dem Pkw-Verkehr auf der linken Spur von der Philippstraße nach links in die Schenkelstraße ab.

Wer vorsichtiger ist, fährt zunächst auf dem Geradeausstreifen weiter Richtung August-Klotz-Straße. Bis zu einer eigens markierten Verkehrsinsel. Dort wartet er, maximal 90 Sekunden, bis der Querverkehr aus der Tivolistraße Grün bekommt und fährt dann mit diesem weiter in die Schenkelstraße. Um auf dieses neue System für Radfahrer aufmerksam zu machen, hat die Stadt ein Verkehrsschild anfertigen lassen, das demnächst auf dieser Kreuzung aufgestellt wird.

Weitere Neuerung wird ein eigener Fahrstreifen für Radfahrer (und den Bus) im weiteren Verlauf der August-Klotz-Straße bis vor dem Polizeipräsidium sein. Die provisorisch eingerichtete zweite Linksabbiegespur für Pkw von der Aachener Straße in die August-Klotz-Straße wird wieder eingezogen. Hier bekommen die Radfahrer wieder ihren eigenen Streifen zurück. Entlang der Stürtzstraße wurde bereits ein neuer Radweg angelegt. Für Fußgänger, die aus dem Holzbenden-Park kommen, gibt es gleich am Parkausgang eine neue Fußgänger-Ampel.

Wer mit dem Rad den steilen Berg die Bonner Straße hinauf bis zur Hohenzollernstraße bewältigen will, sollte schon Kondition mitbringen. Um schwankenden Radlern zu helfen, soll hier ein 1,50 Meter breiter Schutzstreifen auf der rechten Fahrbahnseite geschaffen werden. Ohne Verlust von Parkplätzen. Auf der anderen Fahrbahnseite, den Berg hinab, wird es keine eigene Radspur geben. Hier setzt man darauf, dass die Radler zügig im Verkehr mit schwimmen können.
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