Düren - Stadt Düren will für ihre Ostumgehung kämpfen

Stadt Düren will für ihre Ostumgehung kämpfen

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:

Düren. Mit einer „parteiübergreifenden Allianz” aus Düren, so der Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan (SPD), soll verhindert werden, dass die seit mehr als zwei Jahrzehnten diskutierte Ostumgehung womöglich erst in vielen Jahren gebaut wird.

Die drei Bundestags- und zwei Landtagsabgeordneten sowie Bürgermeister Paul Larue sollten für die Straße kämpfen, so Nietan.

Wie berichtet, stellt der Bund in diesem und auch im nächsten Jahr weniger Geld für den Straßenbau zur Verfügung. 2011 werden in NRW nur zwei große Neubauprojekte, in Heinsberg und in Ostwestfalen-Lippe, genehmigt. Die Ostumgehung, die an den ehemaligen Fordwerken ansetzen und zwischen Realmarkt und Bauhaus auf den Autobahnzubringer stoßen soll, ist zurzeit nicht vorgesehen. „Dabei gibt es keine andere Umgehung in NRW, die so eine Entlastung bringen würde”, sagte Dietmar Nietan den „DN”. Mehr als 20.000 Autos fahren über die Schoellerstraße, die wie die Euskirchener Straße entlastet würde. Anwohner klagen seit langem über gesundheitliche Probleme durch den Verkehr.

Nietan fordert ein Gespräch im Bundesverkehrsministerium, das sein CDU-Bundestagskollege Thomas Rachel organisieren soll. Bürgermeister Larue hat bereits einen Brief an Verkehrsminister Ramsauer geschrieben. Nietan will dafür sorgen, dass auch auf Landesebene gesprochen wird.

Schon jetzt gibt es Vorstellungen, wie es weitergehen könnte: mit dem Bau eines Teilabschnittes der neuen B 56 und dem Bau von Brücken. Dies sei allein deshalb sinnvoll, damit das Gewerbegebiet Distelrath nicht abgeschnitten wird, wenn die Brücke an der Ecke Schoeller-/Eisenbahnbrücke abgerissen wird. Das soll definitiv geschehen weil das Bauwerk andernfalls nicht mehr den Sicherheitsvorschriften genügt. Ein Teilstück der neuen B 56 und Brücken müsste der Bund finanzieren. „Das wäre ein Kompromiss”, sagt Dietmar Nietan. Düren könnte sich dann damit einverstanden erklären, dass die gesamte Straße erst in einigen Jahren fertig gestellt würde. Theoretisch hätte Ende dieses Jahres mit dem Bau begonnen werden können, weil dann Baurecht besteht. So weit ist die ebenfalls seit Jahrzehnten geplante Nordumgehung noch nicht. Sie befindet sich noch im Planfeststellungsverfahren. Ein Baubeginn in absehbarer Zeit erscheint sehr unwahrscheinlich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert