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Stadt Düren schafft keinen ausgeglichenen Haushalt

Von: inla
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Düren. Es ist noch kein Jahr her, dass sich Politik und Verwaltung in Düren freuten, weil erstmals nach mehr als 20 Jahren wieder ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden konnte.

Die Stadt war wieder aus dem Haushaltssicherungskonzept und damit eigenständiger in ihren Finanzentscheidungen. Nun ist klar, dass das prognostizierte Plus für 2014 in Höhe von 700.000 Euro nicht gehalten werden kann.

Ende des Jahres wird die Stadt statt dessen ein Minus von 700.000 Euro vor sich herschieben. Der Grund: Die Gewerbesteuereinnahmen liegen rund eine Million unter dem veranschlagten Ansatz. Zudem haben verschiedene Ämter ihre Budgets nicht einhalten können.

Vor allem im Jugend- und Sozialbereich liegen die Ausgaben deutlich höher als noch vor Jahresfrist angenommen. Immer mehr Kinder müssen etwa in Heimen untergebracht werden. Diese Plätze schlagen mit mehreren Tausend Euro pro Monat und Kind zu Buche.

Aufgrund ständig steigender Flüchtlingszahlen muss auch das Sozialamt weit mehr Geld aufwenden als geplant. „Es ist nicht davon auszugehen, dass sich daran schnell etwas ändern wird“, sagte Kämmerer Harald Sievers im Stadtrat. Er hatte schon Ende vergangenen Jahres davor gewarnt, die Gewerbesteuereinnahmen zu hoch anzusetzen.

Im Gegensatz etwa zu Grünen-Fraktionschefin Verena Schloemer, die glaubte, die Stadt nehme mehr ein als veranschlagt und darauf sogar ein Essen mit dem Kämmerer verwettete. Verschiedene Amtsleiter sollen kommende Woche Erklärungen zu ihren Budgetüberschreitungen abgeben. Der Kämmerer verlängerte das bereits laufende Haushaltsmoratorium. Das heißt: Nur noch absolut notwendige Pflichtaufgaben dürfen finanziert werden.

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