Düren - Stadt Düren lässt Ansprüche prüfen

Stadt Düren lässt Ansprüche prüfen

Von: bugi
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Düren. Ein mittelständischer Unternehmer aus Hessen hat geschafft, was aussichtslos erschien: Er hat in einem Rechtsstreit die Deutsche Bank in die Knie gezwungen.

Die muss ihm wegen riskanter Zinswetten Schadenersatz zahlen. Das Urteil des Bundesgerichtshofs hat auch die Stadt Düren aufhorchen lassen. Denn auch die Stadt hat sich an Zinswetten, so genannte Swap-Geschäfte, beteiligt. Allerdings in anderer Form. 2001 hatte die Stadt einen Kredit über 4,8 Millionen Euro aufgenommen, zu einem Zinssatz von 7,6 Prozent. Dieser Kredit wäre 2004 mit einem variablem Zinssatz versehen worden. Statt darauf zu warten, kam eine dritte Bank ins Spiel, mit der ein konstanter Zinssatz von 6,6 Prozent vereinbart wurde. Ersparnis: ein Prozent.

Dumm nur, dass in der Zwischenzeit der Zinssatz dramatisch gefallen ist und die Stadt bis Februar 2009 schon rund 325.000 Euro Verlust mit dem Kreditgeschäft gemacht hat. Wie hoch der Verlust zwei Jahre später ist, war am Mittwoch nicht zu klären. Erhard Vanselow von der Kämmerei der Stadt: „Wir haben einen Schaden, der nicht auszugleichen ist und werden nach diesem Urteil jetzt Schadensersatzansprüche prüfen.” Das wird eine Fachkanzlei übernehmen, mit der man zuvor schon Kontakt hatte Mehr als 160 Kommunen in NRW hatten sich an diesem Geschäft beteiligt. In Düren waren es vor zwei Jahren vor allem SPD und Grüne, die sich über das Verfahren empörten und falsch informiert fühlten.

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