Stadt Düren erhebt die höchsten Grundsteuern in NRW

Von: oha
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Düren. Die Stadt Düren erhebt die höchsten Grundsteuern von allen 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Dies ist das Ergebnis einer Erhebung des Bundes der Steuerzahler. Nur noch in Essen müssen Immobilienbesitzer ähnlich tief in die Tasche greifen.

Der Hebesatz für die Grundsteuer B (baulich) beträgt in Düren 590 Prozentpunkte, im Landesdurchschnitt liegt er bei 440 Punkten. Die Grundsteuer B muss jeder Bürger zahlen, der Hauseigentümer gibt sie an seine Mieter weiter. Für ein klassisches Reihenhaus werden demnach in Düren Steuern in Höhe von 550 Euro jährlich fällig, in Schloss Holte-Stukenbrock sind es zum Beispiel nur rund 250 Euro.

Die Grundsteuer auf Wohnbesitz ist eine der ältesten Steuern in Deutschland (seit 1938), der Erlös fließt den Kommunen zu. Sie können auch selbst bestimmen, wie hoch sie die Steuer ansetzen. In Düren wurde die Grundsteuer zuletzt drastisch erhöht, um das städtische Defizit abzubauen. 2010 ergab sich so eine zusätzliche Einnahme von 2,3 Millionen Euro.

„Eine so hohe Grundsteuer ist auf alle Fälle ein Standortnachteil”, kommentierte am Dienstag SPD-Fraktionschef Henner Schmidt die unrühmliche Spitzenstellung Dürens im Städtevergleich. „Vor allem junge Familien werden sich überlegen, ob sie nach Düren ziehen. Die Steuer so auszureizen, wird sich langfristig rächen.” Stefan Weschke verweist für die CDU darauf, dass die Stadt keine Alternative zur Steuererhöhung hatte. „Es war eine schmerzliche Entscheidung, Aber wir wollten mit aller Macht aus dem Haushaltssicherungskonzept.” Die Gewerbesteuer habe man bewusst wegen der Arbeitsplätze unangetastet gelassen.

Bürgermeister Paul Larue (CDU) wollte nicht ausschließen, dass die Grundsteuer ab 2014, wenn der Haushalt saniert sei, wieder gesenkt werde.
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