St. Joachim erstrahlt nach dem Schwelbrand wieder in neuem Glanz

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Foto: Andreas Bongartz
Nach der Messe am Ostersonntag nutzten viele die Möglichkeit, den renovierten Kirchenraum näher zu betrachten. Foto: Andreas Bongartz

Düren. Darauf haben die Norddürener lange gewartet: Gut ein Jahr war ihre Kirche St. Joachim nach einem Schwelbrand geschlossen, nun gehört die Baustelle endlich der Vergangenheit an. Ostersonntag wurde die erste Messe in dem renovierten Gotteshaus gefeiert.

Für Pfarrer Norbert Glasmacher war es ein ganz besonderer Gottesdienst, eine doppelte Premiere sozusagen, war er doch erst im September nach Norddüren gekommen, als die Kirche schon lange geschlossen war.

Das Fest der Auferstehung Jesu Christi war somit seine erste Messe überhaupt in St. Joachim. Da sah der Seelsorger gerne auch über seine schwere Erkältung hinweg, die ihn stimmlich ein wenig einschränkte. Die Stimme hielt jedoch mehr als anderthalb Stunden, am Schluss der doppelten Premiere gab es von den rund 200 Besuchern des Gottesdienstes Applaus. „Man hat gemerkt, dass die Leute sehnsüchtig darauf gewartet haben, wieder in ihre Kirche gehen zu können”, sagte Pfarrer Glasmacher nach der Messe.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Gemeindemitglieder die Möglichkeit, den renovierten Kirchenraum zu begutachten. Dieser erstrahlte in neuem Glanz, denn obwohl St. Joachim nur durch starke Rauchentwicklung in Mitleidenschaft gezogen wurde, war der Schaden doch erheblich: Schwarzer, klebriger Ruß und Staub bedeckten das gesamte Innere des Gotteshauses.

„Jedes Bild und jede Statue - alles musste sauber gemacht werden”, so Pfarrer Glasmacher. Darüber hinaus musste die Orgel auseinander gebaut werden, der komplette Kirchenraum wurde neu gestrichen. Kosten von rund 400.000 Euro sind so entstanden. Bei der Sanierung haben auch die Gemeindemitglieder fleißig mit angepackt.

Für Pfarrer Glasmacher ein Zeichen, dass St. Joachim ein Gebäude lebendiger Steine sei. „Die Kirche ist wichtig, aber wenn die Menschen nicht den Glauben haben und anfangen zu bauen, ist sie ein leeres Gebäude.” Die Zeit und das Engagement, das von den Norddürenern in ihre Kirche investiert wurde, zeige auch, dass St. Joachim ein Stück Identität sei.

Ein Stück Identität und Heimat, das in Norddüren jetzt gut ein Jahr vakant war. Trotz geschlossener Kirche mussten die Gemeindemitglieder aber nie auf ihren wöchentlichen Gottesdienst verzichten: „Die Gemeinde hat sich weiterhin zum Gebet getroffen”, versichert Barbara Vostell, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats. So sei man auf St. Peter in Birkesdorf ausgewichen, ab vergangenen Oktober konnte man dann immerhin die Kapelle von St. Joachim nutzen. Ein Provisorium, das nun sein Ende gefunden hat.
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