Düren - St. Antonius-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz

St. Antonius-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz

Von: elfa
Letzte Aktualisierung:
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Soll mit neuem Leben gefüllt werden: Dank zahlreicher Sponsoren und dem großen Engagement der Lendersdorfer Bevölkerung erstrahlt die St. Antonius-Kapelle wieder in neuem Glanz. Foto: Elmar Farber

Düren. Die St. Antonius-Kapelle erstrahlt endlich wieder in neuem Glanz. Seit 1998 befasste sich die CDU-Fraktion im Bezirksausschuss Lendersdorf, Berzbuir, Kufferath mit der stark beschädigten, baufälligen Kapelle aus dem Jahr 1750. Lange Zeit geschah jedoch nichts, da schlicht und einfach die finanziellen Mittel fehlten.

Also ergriff der Bezirksausschussvorsitzende Manfred Weber erneut die Initiative und machte sich auf die Suche nach Spendern und Sponsoren. Nachdem zwei großzügige Spender (die ortsansässige Firma Aluminium Feron und das St. Augustinus-Krankenhaus) gefunden waren, konnte die Sanierung endlich beginnen.

Es stellte sich jedoch bald heraus, dass neben dem schief stehenden Fundament und dem feuchten Putz, der bis aufs Mauerwerk abgetragen werden musste, auch der marode Dachstuhl erneuert und komplett neu eingeschiefert werden musste - ein weiterer erheblicher Kostenfaktor. Schnell mussten neue Geldgeber gefunden werden, da man beschlossen hatte, die Arbeiten erst in Auftrag zu geben, sobald die Finanzierung gesichert ist.

Norbert Weber wurde erneut fündig. Zahlreiche kleinere Spenden gingen ein und die Naturstiftung der Sparkasse Düren sowie Manni Fraikin, ein engagierter Lendersdorfer Bürger, beteiligten sich mit größeren Summen. Die Sanierung war ein rein Lendersdorfer Projekt, sagt Dr. Stefan Maurer, ehemals im Vorstand der Kirchengemeinde St. Michael. „Die Motivation und Unterstützung war überkonfessionell und überparteilich. Das Bistum hat uns dabei mit keinem einzigen Cent unterstützt.” Die Arbeitsstunden mit eingerechnet, hat die Sanierung der barocken Kapelle rund 160.000 Euro gekostet.

Bei der feierlichen Einsegnung am Samstagnachmittag betonte Pfarrer Hans Tings, dass es wichtig sei, den „Schmuckstein des Ortes” nun wieder mit Leben zu füllen. Bisher wurde die Kapelle unter anderem als Segensaltar an Fronleichnam genutzt. „Die Renovierung hat viel Mühen und Herzblut gekostet, aber der Einsatz hat sich gelohnt. Die Kapelle ist ein Zeugnis, dass Kirche mehr ist als Amtsträger und Organisationen”, so Tings.

Auch Bürgermeister Paul Larue und Heike Kussinger-Stankovic von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Düren lobten das „auffallend große Engagement” der Lendersdorfer Bürger und der Handwerker, die teilweise auf ihre Bezahlung verzichteten.

Die Renovierungsarbeiten sind allerdings noch nicht komplett abgeschlossen - man ist weiterhin auf der Suche nach Spendern. Sobald die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, steht die Erneuerung des Fußbodens und der Innenmalereien auf dem Programm.
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