Sportfreunde: Mannschaft widerspricht Vorstand

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
6298513.jpg
Patric Jeske von den Sportfreunden (rechts) klärt vor Breinigs Sven Nowak.(Links Florian Uerlichs, Sportfreunde DN.) Foto. Herbert Haeming
6298792.jpg
Seine Spieler stehen voll hinter ihm: Ex-Sportfreunde-Coach Dirk Krischer. Foto: Kevin Teichmann

Düren. Rund 13 Jahre lang war Dirk Krischer DAS Gesicht der Sportfreunde Düren. Der Klub aus dem Dürener Osten ohne den langjährigen Trainer an der Seitenlinie? Für viele unvorstellbar. Doch am Dienstag ist genau dies beschlossen worden: Krischer wurde als Trainer der Landesliga-Elf freigestellt.

„Nach unserer Ansicht konnten sich Trainer und Mannschaft in der jüngsten Zeit nicht mehr gegenseitig befruchten“, hatte der Sportfreunde-Vorstand den Schritt gegenüber unserer Zeitung begründet.

Jetzt hat sich auch die Mannschaft zu Wort gemeldet, allerdings hat die eine ganz andere Sichtweise als die Verantwortlichen: „Ein so erfolgreiches Trainerteam zu sprengen, ist für uns noch immer unbegreiflich“, ist in einer Stellungnahme des Teams zu lesen – ein Satz mit unübersehbarer Sprengkraft. Die Begründung des Vorstand wollen die Spieler so nicht hinnehmen: „Es bestand kein Dialog zwischen Mannschaft und Vorstand über diese angeblich zerrüttete Stimmungslage“, heißt es in der Stellungnahme. Natürlich sei man in einem Team zwar „nicht immer der gleichen Meinung“. Davon, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreiche, wollen die Spieler jedoch nichts wissen. Im Gegenteil: „Anzumerken ist hierbei, dass alleine der Erfolg in jüngster Zeit für eine ,befruchtete‘ Zusammenarbeit zwischen Mannschaft und Trainerteam spricht.“

Am Sonntag gewannen die Sportfreunde trotz langer Unterzahl 2:0 gegen Lindenthal/Hohenlind. Auch die Erfolge der vergangenen Jahre – unter anderem der Klassenerhalt in der Landesliga, die Erfolge im Mittelrheinpokal und Siege bei Dürener Stadtmeisterschaften – würden für Trainer und Mannschaft sprechen. Für die Spieler lässt das nur einen Schluss zu: „Die Art und Weise, sowie der Zeitpunkt der Entlassung steht in keinster Weise im Verhältnis mit den Verdiensten unseres Trainers und des Trainerteams.“

Auch daran, dass Dirk Krischer für das Team weit mehr als „nur“ Coach war, lässt die Stellungnahme keine Zweifel offen: „Für uns Spieler ist er nicht nur die ‚Seele‘ der Mannschaft, sondern auch die ‚Seele‘ des Vereins. Er ist nicht nur ein Trainer, sondern ein Freund der ganzen Mannschaft.“ Wie es nun bei den Dürener Sportfreunden weitergehen soll, bleibt offen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert