Düren - Spielzeit wird für die Powervolleys „kein Selbstläufer“

Spielzeit wird für die Powervolleys „kein Selbstläufer“

Von: Franz Sistemich
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Sinnbild der Auftaktniederlage: Dürens Annahmespieler Steven Hunt liegt regungslos am Boden. Foto: Franz Sistemich

Düren. Die Stimmung bei den Volleyballern von der Rur hat sich nicht merklich gebessert nach dem verpatzten Saisonauftakt: „Das war natürlich kein Einstand nach Maß“, konstatierte Trainer Michael Mücke am Montagnachmittag. Und auch Jaromir Zachrich, der Mannschaftskapitän der Powervolleys, bekundete Montag nach dem 0:3 gegen den TV Ingersoll Bühl: „Ich bin immer noch gefrustet.“

Die Suche nach den Gründen für das 16:25, 26:28, 22:25 läuft auf Hochtouren. Erklärungen gibt es genug. Ein Beispiel: „Bühl hat sehr homogen gespielt und hat sehr wenige Fehler gemacht“, befand Zachrich und gestand: „Das hat mich schon überrascht.“

Und doch war die Gastgeber vor rund 1900 Zuschauern nach dem klaren Verlust des ersten Satz drauf und dran, Abschnitt zwei für sich zu entscheiden und mit dem Ausgleich in die zehnminütige Pause zu gehen. Doch selbst den Satzball zum 25:24 verwandelten die Hausherren nicht. „Uns fehlte beispielsweise in dieser Phase die Präzision in Zuspiel und Angriff, so dass wir die Chance zum Ausgleich nicht genutzt haben“, konstatierte der Trainer, der neben Dürener Schwächen aber auch Bühler Stärken feststellte, gegen die die Hausherren nur phasenweise Antworten wussten: „Bühl hat im Angriff fast fehlerfrei agiert, auch besser geblockt und war auch über die Mitte sehr erfolgreich.“ Besonders die Abschlaghöhe des Gegners fand Mücke sehr interessant: „Die schlagen in der Tat um etliches höher ab, als man gewöhnt ist.“

Bühls Angriffsspiel lief auf Hochtouren, weil Düren mit seinen Aufschlägen die Annahme der Mannschaft aus Baden-Württemberg nicht so unter Druck setzte, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Mücke war sich der Angriffsqualitäten der Mannen auf der anderen Seite des Netzes durchaus bewusst und wollte deshalb mit effektiven Aufschlägen dem TV Probleme bereiten.

„Das gelang uns nur phasenweise“, musste er feststellen, auch weil Düren zu oft einem Rückstand hinterherlaufen musste: „Wenn du immer einem Rückstand aufholen musst, nimmst du automatisch etwas Risiko aus den Aufschlägen. Dann müssen aber Block und Feldabwehr zupacken.“ Das gelang dann aber auch nicht so oft, als dass das Spiel noch kippen konnte.

„Es entscheiden dann halt Kleinigkeiten“, sagte Jaromir Zachrich und verwies auch auf die höhere Fehlerquote seines Teams.

Trainer und Spielführer waren sich denn auch einig, dass die Partie ein Beleg dafür sei, wie schwer die Bundesligasaison für die Teams hinter Friedrichshafen und Meister Berlin wird. Stichwort Ausgeglichenheit.

Und so sagte der Coach abschließend: „Jeder Spieler ist gewarnt, dass diese Spielzeit kein Selbstläufer wird. Jeder muss begreifen, dass es einfach keine leichten Gegner geben wird. Wir müssen weiter sehr konzentriert arbeiten. Die Niederlage muss für uns ein Wachrüttler sein.“

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