Düren - SPD will mit den Stadtwerken mehr Geld verdienen

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SPD will mit den Stadtwerken mehr Geld verdienen

Von: inla
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Düren. Die Dürener SPD möchte die Haushaltslage der Stadt verbessern. Dazu soll das Rathaus mehr Anteile an den Stadtwerken erwerben.

Der Energieversorger fährt laut SPD jedes Jahr einen Millionen-Gewinn ein. Wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Henner Schmidt am Montag sagte, soll die Stadt ihren bisherigen Anteil von 25,05 Prozent um weitere 25 Prozent ausbauen, um eine Mehrheit zu erhalten; die hat momentan RWE.

Dann würde die Stadt auch mit 50,05 Prozent an den Gewinnen beteiligt. Laut SPD geht es um eine Summe von rund vier Millionen Euro.

Die Stadt Düren war bis 2002 noch Eigentümer der Stadtwerke. Vor acht Jahren verkaufte das Rathaus seine Mehrheitsanteile für rund 75 Millionen Euro. Wenn die Stadt nun wieder Mehrheitseigner werden wollte, müsste sie laut Berechnungen der SPD etwa 30 Millionen Euro aufwenden.

Gut investiertes Geld, findet SPD-Chef Ulf Opländer. Unter dem Strich bieben der Stadt rund 850000 Euro mehr übrig - jedes Jahr. „Trotz der Investition”, sagen Schmidt und Opländer, die sich bei ihren Zahlen auf einen ungenannten Fachmann beziehen.

Neue Verhandlungen

Dass RWE seine Anteile auch verkauft, können sich die Sozialdemokraten „gut vorstellen”, weil 2016 die Konzessionsverträge auslaufen. Das heißt: Dann wird neu darüber verhandelt, wer die Leitungen auf Dürener Stadtgebiet zum Durchfluss von Strom oder Gas benutzen darf. Die Entscheidung darüber liegt bei der Stadt Düren. Das Rathaus könnte RWE laut SPD fortan verbieten, die Leitungen zu nutzen - es sei denn, der Essener Energieriese ist bereit, die besagten Anteile zu verkaufen.

Denkbar, so Henner Schmidt und Ulf Opländer, sei neben einer Übernahme der Anteile auch die Neugründung eines lokalen Stromversorgers. Auch in diesem Fall setzt die SPD auf die Konzessionen. Das neue Unternehmen würde die Erlaubnis erhalten, die Leitungen zu benutzen, RWE wäre außen vor.

Dürens Sozialdemokraten halten es indes für wahrscheinlicher, dass die Stadt ihren Anteil auf mehr als die Hälfte ausbaut. Ob es so kommt, entscheidet der Stadtrat. Dort haben CDU und FDP eine Mehrheit. Deren Sprecher haben zuletzt immer wieder darauf hingewiesen, dass sie den Verkauf der Stadtwerkeanteile 2002 an RWE für richtig hielten.
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