Düren - SPD und Grüne gegen Schließung der Realschule Nord

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SPD und Grüne gegen Schließung der Realschule Nord

Von: Ingo Latotzki
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Ihren Protest gegen eine Schließung der Realschule haben Verena Schloemer (Grüne), Dagmar Nietan (SPD) und Bruno Voß (Grüne) äußerlich ganz entspannt vorgetragen. In der Sache aber trugen sie ihr Anliegen mit großer Erntshaftigkeit vor. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Mit einem gemeinsamen Vorstoß fordern SPD und Grüne einen Schulentwicklungsplan für Düren. Darin würden relevanten Zahlen und Daten aus dem örtlichen Schulleben gesammelt, so dass eine Zukunftsplanung erleichtert wird.

Berücksichtig würden nicht nur die Schülerzahlen in den kommenden Jahren, sondern auch das soziale Umfeld in den Stadtteilen oder neue Wohngebiete, die Einfluss auf Schulentwicklung haben.

Konkreter Anlass ist die Schließung der Realschule Nord. „Ein Unding”, sagte Grünen-Fraktions-Chefin Verena Schloemer am Montag. Die Schule soll 2013 aus Kostengründen geschlossen werden. Die Schüler können dann in der benachbarten Realschule Bretzelnweg unterrichtet werden.

„Voll im Saft”

„Diese Entscheidung ist nicht durchdacht”, sagt Dagmar Nietan, schulpolitische Sprecherin der SPD. Sozialdemokraten und Grüne beklagen, dass es bislang keine Diskussion in Fachausschüssen gegeben hätte. „Die Realschule Nord steht voll im Saft”, sagt Bruno Voß von den Grünen, „es ist eine Schande, wenn sie geschlossen wird.” Ein Wechsel zum Bretzelnweg sei für die Realschüler Nord schon deshalb schwierig, weil sie dann in den Ganztagsunterricht wechseln müssten.

Eltern hätten ihre Kinder teils bewusst auf der Realschule Nord angemeldet, weil sie keinen Ganztag wollen. „Und was ist mit dem pädagogischen Konzept der Nordschule”, fragt Dagmar Nietan. Wird es fallen gelassen, greift das Konzept des Bretzelnweg? Fragen, die die Politiker gerne beantwortet hätten, wie sie sagen. Grüne und SPD wollen verschiedene Schulleitungen an einen Tisch holen, um über Schulentwicklung zu beraten.

Grünen-Fraktions-Chefin Schloemer betonte, sie sehe durchaus die Notwendigkeit, in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung Schulen zu schließen. Beide Realschulen haben derzeit je 15 Klassen. Wie Helmut Klinker, stellvertretender Leiter des Schulamtes bei der Stadt Düren, den „DN” sagte, wird sich die Klassenzahl bis 2013/2014 auf 22 reduzieren. Die Realschule Bretzelnweg könne von ihren baulichen Voraussetzungen bis zu 27 Klassen aufnehmen.

Mittlerweile sind die beiden Schulkonferenzen über die städtischen Pläne informiert. In einem Brief wurde die Empfehlung ausgesprochen, dass die Realschule Nord ab kommendem Jahr keine Schüler mehr aufnimmt.
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