SPD: Larue soll handeln statt zu lamentieren

Letzte Aktualisierung:

Düren. „Anstatt zu lamentieren muss Bürgermeister Larue jetzt Farbe bekennen, ob er dem Stadtrat vorschlägt, gegen den Restsee Inden zu klagen, oder nicht,” fordert der SPD Bürgermeisterkandidat Henner Schmidt. Er habe den Eindruck, dass Larue sich vor der Kommunalwahl in dieser für die Stadt entscheidenden Frage nicht festlegen wolle.

Für Henner Schmidt haben die Ereignisse in Sachsen-Anhalt gezeigt, dass die Frage der Errichtung eines riesigen Restsees kein risikoloser Spaziergang sei. Und: „Der Bürgermeister hatte jetzt rund ein dreiviertel Jahr lang Zeit die Frage einer Klage der Stadt gegen den Restsee juristisch zu prüfen, doch er schweigt sich dazu weiter aus. Dieses Wegducken werde die SPD allerdings nicht zulassen, unterstrich der SPD Bürgermeisterkandidat am Dienstag.

Wenn sich Larue in dieser Frage weiterhin nicht festlegen wolle, werde die SPD in der kommenden Woche für den August eine entsprechende Sondersitzung des Rates beantragen, in der dann auch eine Beschlussfassung zur Frage einer Klage erfolgen solle. Für Henner Schmidt liegt angesichts des bisherigen Verhaltens des Bürgermeisters die Vermutung nahe, dass sich Paul Larue am Ende nicht mit seiner CDU Landesregierung und dem CDU Landrat Spelthahn anlegen wolle. Deshalb spiele er jetzt vor dem Wahltermin den Retter von Merken, um im September möglicherweise kleinlaut mitzuteilen, er sehe keine Chance für eine Klage.

Unterdessen meldeten sich auch Dürens Christdemokraten zu Wort. „Weder die Landesregierung noch der bisher zuständige Braunkohlenausschuss und erst recht nicht RWE Power können nach der Katastrophe in Nachterstedt so tun, als sei dort nichts passiert und stehe in keinerlei Zusammenhang zu den Tagebauen in unserer Region”, teilte Dürens CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Albert Eßer mit. Er unterstützt damit die Position von Bürgermeister Paul Larue, der die Landesregierung aufgefordert hat, vor einer Entscheidung zur Änderung des Braunkohlenplanes auf jeden Fall die Ursachenforschung in Sachsen-Anhalt abzuwarten.

Der Vorsitzende des Bezirksausschusses Merken, Wilfried Prescher, meinte: „Wenn heute schnell behauptet wird, solch eine Katastrophe wie in Nachterstedt sei z.B. beim zukünftigen Tagebau Inden II auszuschließen, müsse doch die Frage erlaubt sein, ob die gleichen Fachleute dies bis zum Wochenende nicht auch für Nachterstedt ausgeschlossen hätten?”
Eßer stellte klar: Es gehe der CDU nicht um eine Verhinderung des Braunkohlentagebaus insgesamt. Die Braunkohle sei wichtiger Teil des derzeitigen Energiemixes. Aber wenn die Tagebaue bei all den Verwerfungen, die sie ohnehin mit sich bringen, auch zukünftig von den Bürgern akzeptiert werden sollen, dann gelinge dies nur, wenn zugleich die größtmögliche Sicherheit garantiert sei. „Und daran gibt es bei einer zukünftigen Befüllung des ausgekohlten Tagebaus Inden II mit Wasser erhebliche Zweifel.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert