Hürtgenwald - Sonne liefert Strom für etwa 140 Wohnhäuser

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Sonne liefert Strom für etwa 140 Wohnhäuser

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Uber 5076 Quadratmeter erstrecken sich die Module der Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Entsorgungszentrums Horm. Das reicht, um etwa 140 Haushalte mit Strom zu versorgen. Neu ist landesweit der Trend bei Einbrechern, ganz Photovoltaikanlagen abzubauen und mitzugehen lassen. Foto: Margret Vallot

Hürtgenwald. Der Kreistagsabgeordnete der Grünen, Oliver Krischer, und Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) sind sich selten einig. Aber im Fall der neuen Photovoltaikanlage, die sich auf dem Dach des Entsorgungscenters in Horm (Hürtgenwald) befindet, ist das anders. Beide freuen sich, dass der Kreis Düren jetzt den Strombedarf von rund 140 Familien mit Sonnenenergie decken kann.

In der Halle werden unten Hausmüll, Grün- und Bioabfälle, Gewerbeabfälle und Altpapier angenommen. Oben, auf dem 11800 Quadratmeter großen Dach der Anlage, wird die Energie der Zukunft gewonnen. „Sonnenmäßig”, sagte Spelthahn bei der Vorstellung der Anlage, „ist Horm das Florida der Eifel”. Deshalb habe man für die Anlage genau den richtigen Standort gefunden. Die Module der Fotovoltaik-Anlage beanspruchen 5076 Quadratmeter. Rund 489.000 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie werden sie im Jahr erwirtschaften.

Eine der größten Solarstromanlagen der Region ist entstanden, 1,92 Millionen Euro wurden investiert. Nicht nur, um Energie zu produzieren, sondern auch den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, der ja bekanntlich für die Erwärmung der Erde sorgt, zu verhindern. Auf etwa 333.987 Kilogramm vermiedenem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß pro Jahr kommen die Fachleute im Fall Horm.

Weitere Anlagen sollen folgen

Eigentümer der Anlage sind die Stadtwerke Aachen AG (Stawag). Für die Aachener ist es schon die dritte Solarstromanlage, weitere sollen folgen, wenn Hallenbesitzer ihre Dächer zur Verfügung stellen. Die Stawag hat das Dach der Halle in Horm von der AWA Entsorgungs GmbH gemietet. Die AWA wiederum ist ein kommunaler Entsorger, an dem der Kreis Düren beteiligt ist. AWA-Geschäftsführer ist Ulrich Koch, der sich mit den leitenden Herren der Stawag sowie mit Kommunalpolitikern und dem Landrat eigens in schwindel erregende Höhen begab, um die neue Anlage einmal aus der Nähe betrachten zu können.

Alle Beteiligten hoffen jetzt, dass sich im Kreis Düren weitere Großhallen mit Flachdächern oder sehr geringer Neigung finden lassen, auf denen der Energieversorger Stawag weitere Photovoltaikanlagen errichten kann.

Ziel der Stawag ist es nämlich, mit dem Ausbau von Solar- und Windstromanlagen und weitere Nutzung regenerativer Energien (eigene Offshore-Anlage vor Borkum) im Jahr 2020 rund 40 Prozent des Stromabsatzes zu erzeugen.
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